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Allianz Trade: Globale Unternehmensinsolvenzen steigen 2025-2026 weiter

Allianz Trade prognostiziert für 2025 einen Anstieg der globalen Unternehmensinsolvenzen um 6 % und für 2026 um 3 %. Verzögerte Zinssenkungen und Unsicherheit belasten die Wirtschaft.

13. Juni 2026
Allianz Trade: Globale Unternehmensinsolvenzen steigen 2025-2026 weiter

Die weltweiten Unternehmensinsolvenzen werden voraussichtlich auch in den nächsten zwei Jahren weiter steigen. Dies geht aus dem neuesten Global Insolvency Report von Allianz Trade hervor. Nach einem Anstieg von 10 % im Jahr 2024 prognostiziert der weltweit führende Kreditversicherer für 2025 ein Wachstum von 6 % und für 2026 weitere 3 %. Dies wäre das fünfte Jahr in Folge mit steigenden Insolvenzen (2022-2026).

Mehrere Faktoren tragen zu diesem Anstieg bei: das Risiko einer verzögerten Zinswende, ein anhaltend unsicheres wirtschaftliches Umfeld und eine verlangsamte Nachfrageerholung. Insbesondere anhaltend hohe Kreditzinsen können hochverschuldete Unternehmen und Sektoren mit Finanzierungsherausforderungen, wie Transport und Baugewerbe, belasten.

Im Jahr 2024 nahmen die Unternehmensinsolvenzen in vier von fünf Ländern zu. Viele fortgeschrittene Volkswirtschaften starteten 2025 mit Insolvenzzahlen, die deutlich über dem Niveau vor der Pandemie lagen. Allein im vergangenen Jahr meldeten weltweit 474 große Unternehmen Insolvenz an, was Bedenken hinsichtlich möglicher Dominoeffekte auf Lieferanten und Zulieferer aufwirft.

Allianz Trade warnt davor, dass Zinsen, die höher als erwartet bleiben, und ein möglicher Handelskrieg den Ausblick weiter verschlechtern könnten. Eine Verknappung des Kreditmarktes und steigende Kreditkosten würden die Ausfallrisiken für Unternehmen erhöhen. Geopolitische Spannungen und Instabilität tragen zusätzlich zu einem komplexen und volatilen Unternehmensumfeld bei.

Originalquelle: allianz-trade.com