Allianz Trade Ausblick: Weltweites Wachstum verlangsamt sich auf 2,5%, gestützt durch KI
Der Halbzeit-Ausblick von Allianz Trade prognostiziert eine Verlangsamung des globalen Wachstums auf 2,5% im Jahr 2026, mit einer Erholung auf 2,9% im Jahr 2027. Künstliche Intelligenz soll die Wirtschaft trotz Energieschocks und Handelskonflikten stützen.

Allianz Trade, ein weltweit führender Anbieter von Kreditversicherungen, hat seinen Halbzeit-Wirtschaftsausblick für die Jahre 2026–2027 veröffentlicht. Der Bericht prognostiziert, dass sich das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2026 auf 2,5% verlangsamen wird, gefolgt von einer Erholung auf 2,9% im Jahr 2027. Diese Prognose liegt trotz anhaltender geopolitischer Spannungen und Energieschocks weitgehend im Einklang mit früheren Basisszenarien.
Künstliche Intelligenz (KI) wird als wesentlicher Treiber identifiziert, der die Weltwirtschaft stützen und die Auswirkungen des Energieschocks und des Handelskonflikts ausgleichen soll. Die Kaufkraft der Verbraucher wird jedoch erst im vierten Quartal 2026 voraussichtlich anziehen, und die Rentabilität der Unternehmen bleibt anfällig. Die US-Wirtschaft wird voraussichtlich um 2,1% im Jahr 2026 wachsen, gestützt durch Energieexporte, eine niedrige Sparquote und KI-Investitionen.
Die Eurozone (ohne Irland) wird voraussichtlich ein langsameres Wachstum von 0,9% im Jahr 2026 erleben, mit einer Erholung auf 1,2% im Jahr 2027. Das Wachstum in der Region wird durch die höhere Energieabhängigkeit und die geringere Auswirkung von KI gebremst. Deutschland benötigt mutige Reformen zur Stimulierung seiner Wirtschaft. China wird voraussichtlich mit einem Wachstum von 4,7% resilient bleiben, angetrieben durch Exporte und die High-Tech-Fertigung, obwohl die schwache Binnennachfrage und US-Zölle Gegenwind darstellen.
Der globale Warenhandel wird voraussichtlich eine Rezession vermeiden und 2026 um 2,9% und 2027 um 2,4% wachsen. Laut Bericht wird der Handelskonflikt zwischen den USA und China mit erhöhten Zöllen wiederbelebt, was die Handelsvolumina beeinflusst. Die Inflation wird voraussichtlich deutlich nachlassen, und die großen Volkswirtschaften werden voraussichtlich bis 2027 ihre Inflationsziele erreichen, während sich die Ölpreise normalisieren.
Für Unternehmen warnt der Ausblick, dass trotz des positiven Gewinnwachstums zu Beginn des Jahres 2026 später möglicherweise Margendruck entsteht. Globale Insolvenzen werden voraussichtlich im Jahr 2026 um 4% zunehmen, bevor sie sich 2027 stabilisieren. Allianz Trade betont die Rolle von KI zur Wachstumsunterstützung, warnt jedoch vor ihrer konzentrierten Natur und möglichen Abwärtsrisiken, falls die Umsetzung hinter den Erwartungen zurückbleibt.