Alphabet testet KI-Chips im Orbit für weltraumgestützte Datenverarbeitung
Alphabet hat seine Tensor Processing Units (TPUs), KI-Beschleunigerchips, in die niedrige Erdumlaufbahn gebracht. Die Mission ist Teil des Projekts Suncatcher, das darauf abzielt, KI-Fähigkeiten im Weltraum zu erforschen.

Alphabet testet derzeit seine Chips für künstliche Intelligenz im Orbit im Rahmen eines Projekts namens „Project Suncatcher“. Das Unternehmen startete seine Tensor Processing Units (TPUs), Chips zur Beschleunigung von KI-Arbeitslasten, Anfang Oktober mit einer SpaceX Falcon 9-Rakete in die niedrige Erdumlaufbahn. Dies ist der erste Test dieser spezifischen Chips im Orbit.
Die Initiative zielt darauf ab, eine skalierbare, weltraumgestützte KI-Infrastruktur zu erforschen. Das Unternehmen Planet, das sich auf Satellitenbilder spezialisiert hat, wird die Weltraumplattform für das Projekt bauen und betreiben. Travis Beals, Senior Director des Projekts, bestätigte, dass Kontakt mit dem Satelliten aufgenommen wurde und dieser wie erwartet funktioniert.
Laut Alphabet können TPUs KI-Arbeitslasten dreimal effizienter in Bezug auf den CO2-Fußabdruck gestalten. Dies könnte im Weltraum, wo Strom und Kühlung begrenzte Ressourcen sind, von Bedeutung sein. Das Unternehmen steht jedoch noch vor der Herausforderung, die Widerstandsfähigkeit der Chips gegenüber Strahlung und anderen weltraumbedingten Einschränkungen nachzuweisen, bevor eine groß angelegte Einführung erfolgen kann.
Der Test findet vor dem Hintergrund statt, dass verschiedene Unternehmen weltraumgestützte Rechenzentren erkunden. Alphabets Bestrebung könnte die Zukunft der KI sowohl auf der Erde als auch außerhalb prägen, aber ihr Erfolg hängt von der Fähigkeit der Chips ab, den rauen Bedingungen des Weltraums standzuhalten.