Alstom nimmt neue, extralange Straßenbahnen für die BVG in Berlin in Betrieb
Alstom und die BVG haben neue, 50 Meter lange Straßenbahnen für den Fahrgastbetrieb freigegeben. Die Fahrzeuge erhöhen die Kapazität auf der Linie M4 und verbessern die Barrierefreiheit.

Die erste der neuen, extralangen Straßenbahnen vom Typ Urbanliner ist am Mittwoch, 15. Juli 2026, bei der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in den Fahrgastbetrieb gestartet. Hergestellt von Alstom, wird das 50 Meter lange Fahrzeug zunächst auf der Linie M4 eingesetzt, der meistgenutzten Straßenbahnlinie Berlins.
Die neuen Bahnen erweitern signifikant die Kapazität im öffentlichen Nahverkehr der Hauptstadt. Christoph Klaes, Vertriebsleiter für Zentral- und Nordeuropa bei Alstom, betonte die Bedeutung der neuen Fahrzeugflotte. "Wir sind stolz, dass die neuen Urbanliner dabei eine zentrale Rolle spielen."
BVG-Vorstandsvorsitzender Henrik Falk erklärte, dass die neuen Fahrzeuge die Leistungsfähigkeit der Straßenbahnflotte für die kommenden Jahrzehnte sicherstellen. "Wir investieren konsequent in moderne Fahrzeuge und leistungsfähige Infrastruktur für Berlin." Vor der Inbetriebnahme waren auf dem Alexanderplatz Anpassungen an der Infrastruktur notwendig geworden.
Die Berliner Senatorinnen Franziska Giffey (Wirtschaft, Energie und Betriebe) und Ute Bonde (Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt) nahmen an der Vorstellung teil. Giffey hob hervor, dass die neuen Bahnen Maßstäbe in Bezug auf Platzangebot, Komfort und Barrierefreiheit setzen und dem Wachstum der Metropole Rechnung tragen.
Die Auslieferungen der Urbanliner-Trams durch Alstom laufen weiter. Bis Ende des Jahres soll die Flotte auf rund 15 Fahrzeuge anwachsen. Die Auslieferung der insgesamt 65 bestellten Bahnen wird voraussichtlich bis 2030 abgeschlossen sein. Nach der Zulassung für die Linie M4 sind auch Einsätze auf weiteren Linien vorgesehen.