Alstom senkt Ergebnisprognose nach Produktionsproblemen
Der Zugbauer Alstom passt seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026/27 nach operativen Schwierigkeiten bei europäischen Projekten, insbesondere der Coradia-Max-Plattform, nach unten an.

Alstom hat für die erste Hälfte des Geschäftsjahres 2026/27 schwache Ergebnisse vorgelegt. Probleme bei der Industrialisierung und Verzögerungen bei der Zulassung der Coradia-Max-Züge führten zu einer operativen Marge von rund -4 Prozent. Die Auswirkungen trafen insbesondere Standorte in Deutschland.
Aufgrund dieser Entwicklungen korrigierte der Konzern seine Jahresziele. Das organische Umsatzwachstum wird nun nur noch zwischen 2 und 4 Prozent erwartet, statt der ursprünglich anvisierten 5 Prozent. Auch die Produktionsziele wurden reduziert: Statt der geplanten 4 400 bis 4 500 Waggons rechnet das Unternehmen nun mit etwa 4 000 Einheiten.
Das Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr nun einen negativen Free Cashflow von 1,5 Milliarden Euro. Um die operative Effizienz zu steigern und die Verschuldung zu senken, wurden bereits seit April interne Maßnahmen eingeleitet, die im zweiten Halbjahr zu einer verbesserten Marge von etwa 6,5 Prozent führen sollen.