Alstom entwickelt Bahntechniklösungen für Klimawandel-Auswirkungen
Der Bahnhersteller Alstom entwickelt Lösungen, um die Widerstandsfähigkeit von Bahnsystemen gegen extreme Wetterereignisse zu erhöhen. Der Fokus liegt auf Langlebigkeit von Zügen und Infrastruktur.

Der Bahnhersteller Alstom entwickelt aktiv Lösungen, um die Widerstandsfähigkeit von Bahnsystemen gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu verbessern. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Erhöhung der Langlebigkeit von Zügen und Infrastruktur, um zunehmend häufiger auftretenden extremen Wetterereignissen wie Hitzewellen, Schneestürmen, Überschwemmungen und Sandstürmen standzuhalten.
In Frankreich hat sich die Zahl der signifikanten, durch klimatische Gefahren verursachten Eisenbahnunfälle zwischen 2015 und 2022 verdreifacht, was die Anfälligkeit von Eisenbahnnetzen unterstreicht. Alstom zielt darauf ab, dem durch die Entwicklung langfristiger Lösungen entgegenzuwirken, die den zuverlässigen Betrieb von Zügen und der zugehörigen Infrastruktur unter verschiedenen Bedingungen gewährleisten.
Bei der Konstruktion von Zügen werden internationale Normen berücksichtigt, die die Umgebungsbedingungen definieren, unter denen Geräte funktionieren sollen. Alstom konzipiert seine Züge für einen zuverlässigen Betrieb in einem Temperaturbereich von -25°C bis +45°C, mit Optionen für spezielle Umgebungsanpassungen, um Temperaturen bis zu -40°C zu widerstehen. Beispielsweise sind die Kühlsysteme der Alstom-U-Bahn in Riad so konstruiert, dass sie auch bei 58°C Hitze funktionieren.
Für die Infrastruktur hat Alstom Lösungen entwickelt, die Überschwemmungen und thermischen Belastungen standhalten. Die bodennahe statische Stromversorgungstechnologie (APS) und verbesserte Kabeldesigns erhöhen die Lebensdauer und Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur gegen Staub, vorübergehende Untertauchung und extreme Temperaturen. Diese Technologie wurde in 11 Städten weltweit eingesetzt, darunter in den Straßenbahnen von Dubai und Istanbul.