Alstom steuert Obsoleszenzmanagement für den Zugbetrieb
Das Bahnunternehmen Alstom setzt Strategien zur Bewältigung veraltender Komponenten ein, um die Betriebsfähigkeit von Zügen über ihre gesamte Lebensdauer sicherzustellen.

Der Bahnhersteller Alstom verfolgt einen proaktiven Ansatz im Obsoleszenzmanagement, um die Einsatzfähigkeit seiner Züge über deren gesamte Lebensdauer von 30 bis 40 Jahren zu gewährleisten.
Viele in Zügen verwendete Komponenten, insbesondere elektronische, werden deutlich schneller obsolet, teilweise innerhalb von nur fünf Jahren. Stuart Broadbent, Director of Obsolescence Management bei Alstom, erläuterte, dass einzelne Komponenten nicht kontinuierlich ausgetauscht werden können, da dies eine erneute Validierung der gesamten Zugsystheme erfordern würde, ein äußerst kostspieliger Prozess.
"Unsere Kunden erwarten, dass unsere Züge 35 Jahre lang betriebsbereit bleiben, auch wenn ein Zug auf halber Strecke seiner Lebensdauer Teile enthalten kann, die seit 10 oder 20 Jahren nicht mehr hergestellt werden", so Broadbent. Er betonte, dass diese Herausforderung viele der wichtigsten Zugsystheme betrifft, darunter Türsteuerungen, Traktionskontrolle, Zugmanagementsysteme und Bremsen.
Alstoms Strategie umfasst die kontinuierliche Überwachung der Verfügbarkeit von bis zu 60.000 elektronischen Komponenten. Wenn ein Hersteller signalisiert, dass eine Komponente veraltet, prüft das Unternehmen Optionen. Dazu gehören die Suche nach einem geeigneten Ersatzteil, die Modifikation des Designs oder langfristige Beschaffungen. Alstom entscheidet sich häufig für langfristige Einkäufe aufgrund ihrer Kosteneffizienz im Vergleich zu Neuentwicklungen und erneuten Validierungen.