Alstom-System Hesop rekuperiert Bremsenergie von Zügen
Alstom hat das Hesop-System entwickelt, um die Energieeffizienz von Zügen durch Rückgewinnung von Bremsenergie zu steigern. Die Technologie zielt auf die Reduzierung von Energieverbrauch und Betriebskosten ab.

Der Transportkonzern Alstom hat sein Hesop-Projekt vorgestellt, das die Energieeffizienz von Zügen durch intelligente Nutzung der Bremsenergie verbessern soll. Die Technologie ist speziell für den Einsatz in U-Bahnen, Straßenbahnen und Vorortbahnen mit Gleichstromversorgung konzipiert.
Bei der herkömmlichen Bremsung von Zügen wird kinetische Energie in elektrische Energie umgewandelt. Ein erheblicher Teil geht jedoch als Wärme in den Bremswiderständen verloren. Ignacio Rodriguez, Alstoms Vizepräsident für Infrastruktur und Telekommunikation, gibt an, dass bis zu 15 Prozent der Energie auf diese Weise verloren gehen können. Hesop soll diese Ineffizienz beheben.
Das Hesop-System fungiert als umkehrbarer Umrichter in Unterwerken, der zwischen dem öffentlichen Stromnetz und der Oberleitung oder dem dritten Stromschienensystem des Zuges installiert wird. Es kann in bestehende Infrastrukturen nachgerüstet oder in neue Netze integriert werden. Das System erfasst über 99 Prozent der verfügbaren Bremsenergie. Diese zurückgewonnene Energie kann von anderen Unterwerken wiederverwendet, zur Stromversorgung von Bahnhofseinrichtungen wie Rolltreppen und Beleuchtung genutzt oder an Energieversorger zurückverkauft werden.
Alstom zufolge führt Hesop zu einem geringeren Energieverbrauch und reduzierten Kohlendioxidemissionen. Durch die Verringerung der Wärmeabgabe der Bremswiderstände wird auch der Bedarf an Belüftung in Tunneln und Bahnhöfen reduziert. Das System ist bereits auf zehn Linien in neun Ländern im Einsatz, und die Marktnachfrage steigt Berichten zufolge.