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Professionelle Dienstleistungen

Alvarez & Marsal: Mitarbeiterleistungen in eigenen Versicherungsgesellschaften

Alvarez & Marsal erläutert die Integration von Mitarbeiterleistungen in eigene Versicherungsgesellschaften zur Risikodiversifizierung und Kostenoptimierung.

14. Juli 2026
Alvarez & Marsal: Mitarbeiterleistungen in eigenen Versicherungsgesellschaften
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Alvarez & Marsal, ein globales Beratungsunternehmen, hat eine Analyse zur strategischen Integration von Mitarbeiterleistungen in eigene Versicherungsgesellschaften (Captives) veröffentlicht.

Eigene Versicherungsgesellschaften sind für Unternehmen ein etabliertes Instrument zur Steuerung von Risiken, die auf dem kommerziellen Markt nur schwer oder zu hohen Kosten zugänglich sind. Zunehmend integrieren Unternehmen auch Programme für Mitarbeiterleistungen in ihre Captives. Hauptgründe hierfür sind Risikodiversifizierung, steuerliche Optimierung, höhere Renditen auf Rückstellungen sowie Kosteneinsparungen und verbesserte Cashflow-Steuerung.

Eine wesentliche Hürde bei der Umsetzung stellt die Einhaltung des US-amerikanischen Employee Retirement Income Security Act (ERISA) und der Vorschriften der Internal Revenue Service (IRS) dar. Unsachgemäß konzipierte Captive-Strukturen können unter ERISA als „unzulässige Transaktionen“ gelten, wenn die vom Arbeitgeber kontrollierte Gesellschaft Vermögenswerte des Plans zu deren Gunsten nutzt. Zur Risikominimierung ist die Einholung einer Ausnahmegenehmigung für unzulässige Transaktionen (Prohibited Transaction Exemption, PTE) im Voraus ratsam. Das US-Arbeitsministerium bietet hierfür beschleunigte Verfahren an, die den Prozess vereinfachen, sofern die Anträge Ähnlichkeiten mit bereits genehmigten Fällen aufweisen.

Die Einbeziehung von Mitarbeiterleistungen kann die Risikodiversifizierung innerhalb einer Captive verbessern. Diese Risiken weisen typischerweise eine höhere Frequenz, aber geringere Schadenintensität auf, was zu einer geringeren Gesamtvolatilität führt. Aus steuerlicher Sicht ist die Anerkennung der Captive als tatsächliches Versicherungsunternehmen entscheidend für die Abzugsfähigkeit von Prämien. Die IRS erlaubt die volle Abzugsfähigkeit von Prämien für Mitarbeiterleistungen, wenn etwa 30 Prozent des Prämienvolumens der Captive auf diese Risiken entfallen.

Captives können auch höhere Renditen auf ihre Rückstellungen erzielen. Im Gegensatz zu den konservativen Annahmen kommerzieller Versicherer können Unternehmen mit Expertise im Management von Anlageportfolios höhere Erträge auf die von der Captive gehaltenen Rückstellungen erzielen. Diese Strategie ist besonders relevant für die Rückversicherung von insbesondere langfristigen Risiken wie Pensionsverpflichtungen, was Unternehmen ermöglicht, ihre Fähigkeiten im Investmentmanagement zu nutzen.

Originalquelle: alvarezandmarsal.com