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Alvarez & Marsal: Neue Steuerregeln für Auslandsvermögen in Singapur

Die neue Section 10L des singapurischen Einkommensteuergesetzes unterwirft bestimmte Veräußerungsgewinne aus dem Ausland der Steuerpflicht.

4. November 2026

Mit der Einführung der Section 10L im singapurischen Einkommensteuergesetz hat das Land die steuerliche Behandlung von Veräußerungsgewinnen aus ausländischen Vermögenswerten grundlegend geändert. Laut einer Analyse von Alvarez & Marsal betrifft dies vor allem multinationale Unternehmen und Investmentfonds, die Gewinne nach Singapur repatriieren. Die Neuerung beendet die bisherige Praxis der Steuerfreiheit für bestimmte Kapitalgewinne, sofern das Unternehmen vor Ort keine ausreichende wirtschaftliche Substanz vorweisen kann.

Das Gesetz wurde erlassen, um Singapur an internationale Standards zur Vermeidung von Steuervermeidung anzupassen. Die Regelung greift, sobald die Erlöse nach Singapur fließen oder für die Tilgung lokaler Geschäftsschulden verwendet werden. Besonders betroffen sind Unternehmen, die Teil internationaler Gruppen sind, sowie Transaktionen, die immaterielle Vermögenswerte betreffen.

Für den Finanzsektor stellt die neue Gesetzgebung eine operative Herausforderung dar. Alvarez & Marsal weist darauf hin, dass bisherige steuerliche Begünstigungen unter Section 10L nicht zwingend greifen. Unternehmen müssen nun verstärkt nachweisen, dass ihre lokale Präsenz substanziell ist. Experten raten dazu, die internen Compliance-Prozesse zu überprüfen, um die steuerlichen Risiken bei der Veräußerung ausländischer Vermögenswerte korrekt abzubilden.

Originalquelle: alvarezandmarsal.com