Alvarez & Marsal: Indiens Kohlevergasungspläne hängen von Genehmigungsverfahren ab
Das Ziel, bis 2030 jährlich 100 Millionen Tonnen Kohle zu vergasen, erfordert effiziente Genehmigungswege und langfristige Absatzgarantien.

Die Unternehmensberatung Alvarez & Marsal (A&M) warnt in einer aktuellen Analyse, dass Indiens ambitioniertes Ziel, bis 2030 rund 100 Millionen Tonnen Kohle zu vergasen, nicht allein durch den Rohstoffzugang erreicht werden kann. Für die Umsetzung von etwa 25 geplanten Projekten mit einem Investitionsvolumen von 2,5 bis 3 Billionen Rupien seien drastische Verbesserungen bei den administrativen Prozessen erforderlich.
Indien ist derzeit stark von Importen bei Methanol und Erdgas abhängig. Um dies zu ändern, schlägt A&M ein zentralisiertes Genehmigungsverfahren mit festen Zeitvorgaben vor. Zudem seien langfristige Abnahmeverträge notwendig, um die Projekte für Banken finanzierbar zu machen. Erfahrungen aus bestehenden Anlagen wie dem Talcher-Projekt unterstreichen laut Bericht die Notwendigkeit einer soliden Infrastruktur.
Kunwar Vijayant Singh von A&M Indien betonte, dass der Erfolg maßgeblich von der technologischen Anpassung an indische Kohle mit hohem Aschegehalt abhänge. Nur durch eine konsequente industrielle Koordination könne die Abhängigkeit von Importen reduziert und der Aufbau einer eigenständigen Wertschöpfungskette vorangetrieben werden.