Alvarez & Marsal: Saudiarabische Banken verzeichnen Ergebniswachstum im zweiten Quartal 2026
Die aktuelle Analyse von Alvarez & Marsal belegt eine gestiegene Rentabilität und verbesserte Effizienz bei den zehn größten Banken in Saudi-Arabien im zweiten Quartal 2026.

Die saudische Bankenbranche hat im zweiten Quartal 2026 eine robuste Performance gezeigt, wie eine Analyse von Alvarez & Marsal der zehn größten börsennotierten Banken des Landes verdeutlicht. Die Netto-Kreditvergabe stieg um 1,8 Prozent, während die Einlagen um 2,7 Prozent wuchsen. Das operative Gesamtergebnis kletterte um 5,1 Prozent auf 42,5 Milliarden Saudi-Riyal, getrieben vor allem durch einen Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um 38,5 Prozent.
Trotz laufender Investitionen in die technologische Infrastruktur konnten die Banken ihre betriebliche Effizienz steigern: Das Verhältnis von Kosten zu Erträgen sank auf 28,6 Prozent, nach 30,1 Prozent im ersten Quartal. Auch die Profitabilitätskennzahlen entwickelten sich positiv, mit einer Eigenkapitalrendite von nunmehr 15,0 Prozent.
Die Qualität der Vermögenswerte blieb uneinheitlich. Während die Quote der notleidenden Kredite bei 0,9 Prozent stabil blieb, stiegen die Risikokosten auf 0,32 Prozent, was auf eine vorsichtigere Risikovorsorge der Institute hindeutet. Sam Gidoomal, Leiter für Finanzdienstleistungen im Nahen Osten bei Alvarez & Marsal, betonte, dass der Sektor trotz geopolitischer Unsicherheiten widerstandsfähig sei, wobei die Leistungsschere zwischen großen und kleineren Häusern zunehme.
Für das dritte Quartal 2026 steht die Zinsmarge im Fokus. Banken müssen beweisen, dass sie diese bei sinkenden Leitzinsen und steigenden Refinanzierungskosten stabilisieren können, während das Kreditwachstum weiterhin eng mit der Nachfrage aus staatlichen Infrastrukturprojekten verknüpft bleibt.