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Technologie

Amazon kauft seltene Bücher für KI-Training – Bedenken beim Buchhandel

Amazon erwirbt alte und seltene Bücher zur destruktiven Digitalisierung für das KI-Training. Buchhändler und Denkmalschützer äußern Bedenken, dass die Zerstörung physischer Exemplare bestimmte Titel unersetzlich machen könnte.

19. August 2026
Amazon kauft seltene Bücher für KI-Training – Bedenken beim Buchhandel
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Amazon kauft alte, obskure und seltene Bücher zur destruktiven Digitalisierung für KI-bezogene Arbeiten, wie eine Untersuchung von 404 Media ergab. Buchhändler und Denkmalschützer äußern Bedenken, dass die Zerstörung dieser physischen Exemplare bestimmte Bücher unersetzlich machen könnte.

Die Untersuchung ergab, dass Amazon gekaufte Bücher an eine Einrichtung, VGT3 in Las Vegas, zur destruktiven Digitalisierung schickt. Mitarbeiter entfernen Buchrücken und trennen die Seiten für eine schnellere Digitalisierung, danach werden die physischen Exemplare entsorgt. Diese Praxis gibt besonderen Anlass zur Sorge bei alten und seltenen Büchern, von denen möglicherweise nur begrenzte Exemplare existieren oder die einzigartige handschriftliche Notizen und andere physische Details enthalten, die eine digitale Datei nicht bewahren kann.

Amazon bestätigte den Kauf von Büchern über kommerzielle Kanäle zur Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen für Kunden, gab jedoch weder die Menge der Buchkäufe noch die Beibehaltung seltener Titel an. Europäische Buchhändler berichteten von ungewöhnlichen Großbestellungen von Tausenden obskurer Titel und vermuten, dass KI-Unternehmen oder Zwischenhändler dahinterstecken. Diese Bestellungen ähneln nicht typischem Sammeln oder dem Erwerb durch Bibliotheken.

Amazon ist nicht das einzige große KI-Unternehmen, das auf Bücher zurückgreift. Zuvor haben auch Anthropic, Meta, OpenAI und Google Bücher für die KI-Entwicklung genutzt. Die Unterschiede liegen in ihren Methoden: Amazon und Anthropic ist dokumentiert, physische Bücher erworben und zerlegt zu haben, während Projekte von OpenAI und Google auf bestehenden digitalisierten Sammlungen basieren. Im Fall von Anthropic urteilte ein Gericht im Jahr 2025, dass die Nutzung urheberrechtlich geschützter Bücher für das KI-Training "fair use" darstellt, auch wenn die Verteidigung für über Piraterie erworbene Bücher nicht akzeptiert wurde.

Originalquelle: medianama.com