Amazon plant vollautomatisierte Distributionszentren
Amazon entwickelt ein Projekt namens "Project Tetromino", das darauf abzielt, vollautomatisierte Distributionszentren zu schaffen, indem künstliche Intelligenz und Robotik in der letzten Phase des Logistikprozesses eingesetzt werden.

Amazon entwickelt neue, hochautomatisierte Lagerhäuser, die künstliche Intelligenz und Robotik zur Paketbearbeitung nutzen und die Logistikautomatisierung bis zur letzten Meile vor der Kundenlieferung ausdehnen. Ein internes Planungsdokument, das Business Insider vorliegt, beschreibt "Project Tetromino", das auf die Schaffung "vollautomatisierter" Distributionszentren abzielt.
Das Projekt würde, falls es umgesetzt wird, erhebliche Investitionen erfordern. Erste Pläne deuten auf den Start eines Pilotprojekts im Jahr 2028 mit einem Budget von 103 Millionen US-Dollar hin. Danach plant Amazon angeblich den Bau von fünf Standorten im Jahr 2029 und die Hinzufügung weiterer zehn im Jahr 2030. Die geschätzten Kosten pro Standort im Jahr 2029 liegen bei rund 85 Millionen US-Dollar. Diese Einrichtungen könnten Pakete potenziell bis zu 2,5-mal schneller bearbeiten als aktuelle Designs, so das Dokument.
Ein Sprecher von Amazon erklärte jedoch, dass es sich um ein Konzept in einem "frühen Stadium" handelt und dass die spezifischen Finanzzahlen und der Fahrplan, die im Dokument genannt werden, "nicht korrekt sind und nicht unsere aktuellen Pläne widerspiegeln". Der Sprecher fügte hinzu: "Wir erforschen und testen kontinuierlich neue Technologien in unseren Betrieben, um die Sicherheit und das Kundenerlebnis zu verbessern. Wie bei jedem Konzept in einem frühen Stadium ist dies eines von vielen Projekten, die wir regelmäßig bewerten, und unsere Pläne können sich ändern, wenn wir neue Erkenntnisse gewinnen."
Project Tetromino unterstreicht Amazons Bestreben, einige der herausforderndsten Aspekte seines Logistiknetzwerks zu automatisieren. Die Sortierung von Paketen und deren Verladung in Lieferfahrzeuge in Distributionszentren war historisch gesehen schwierig und kostspielig zu automatisieren. Konkurrenten wie FedEx, UPS und DHL investieren ebenfalls in Robotik und KI für ihre Logistikaktivitäten.
Das Unternehmen erklärte, dass Initiativen in seinen Lieferstationen darauf ausgelegt sind, "neben unseren Mitarbeitern zu arbeiten und sie zu befähigen, die im Kern unseres Betriebsmodells bleiben."