Amazon verlangt Kennzeichnung von KI-generierten Personen in Bildern
Amazon verlangt nun von Drittanbietern, Bilder und Videos mit KI-generierten Personen zu kennzeichnen. Diese Änderung folgt einem neuen Gesetz im US-Bundesstaat New York.

Amazon hat eine neue Richtlinie eingeführt, die Drittanbieter auf seiner Plattform dazu verpflichtet, Bilder oder Videos von Produkten, die KI-generierte Personen enthalten, zu kennzeichnen. Diese Maßnahme ist eine Reaktion auf ein kürzlich verabschiedetes Gesetz im US-Bundesstaat New York, das eine Offenlegung vorschreibt, wenn "synthetische Darsteller" in der Werbung eingesetzt werden.
Der E-Commerce-Riese informierte die Verkäufer am Mittwoch über die Änderung. Die aktualisierte Richtlinie fordert Verkäufer auf, Bilder und "A+-Inhalte" – dazu gehören Videos und andere Grafiken auf Produktseiten – vor dem Hochladen mit spezifischen Metadaten zu versehen. "Die jüngste Gesetzgebung verlangt eine Offenlegung, wenn Bilder oder Videos in Anzeigen fotorealistische, KI-generierte Personen enthalten", hieß es in der Mitteilung von Amazon.
Das Gesetz in New York, das letzten Monat in Kraft trat, verpflichtet Unternehmen zur Offenlegung, wenn "synthetische Darsteller" anstelle von menschlichen Schauspielern in der Werbung eingesetzt werden. Gouverneurin Kathy Hochul bezeichnete die Gesetzgebung als ein " bundesweit erstes" Gesetz, das sicherstellen soll, dass die Öffentlichkeit zwischen realen und KI-generierten Inhalten unterscheiden kann.
Amazon stellte klar, dass die Kennzeichnungspflicht nicht für Inhalte gilt, die Charaktere aus dem Fernsehen, von Videospielen oder Filmen zeigen, sowie für echte Personen, selbst wenn diese mit KI bearbeitet wurden. Das Unternehmen wird auf entsprechenden Angeboten eine "Indikator" hinzufügen, der die Verbraucher über das Vorhandensein von KI-generierten Personen informiert. Unklar bleibt, nach welchen Kriterien Amazon entscheiden wird, wann dieses Label den Käufern angezeigt wird.
Der Einsatz von KI in der Content-Erstellung für den E-Commerce nimmt zu. Andere Plattformen wie Meta, TikTok und Googles YouTube haben bereits Kennzeichnungen für KI-generierte Inhalte eingeführt. In den USA gibt es kein Bundesgesetz, das eine solche Offenlegung vorschreibt, aber einige Bundesstaaten, darunter Kalifornien, haben begonnen, eigene Vorschriften zu erlassen.