Amazon beantragt Genehmigung für 5.105 Satelliten zur direkten Geräteanbindung
Amazon hat bei Regulierungsbehörden die Genehmigung beantragt, 5.105 Satelliten für ein Direkt-zu-Gerät (D2D) Netzwerk zu starten. Der Start der Bereitstellung ist für 2028 geplant und wird teilweise auf Globalstars Vermögenswerte zurückgreifen.

Amazon hat bei der US-Regulierungsbehörde für Kommunikation (FCC) offiziell die Genehmigung zur Inbetriebnahme von bis zu 5.105 Satelliten beantragt. Diese sollen ein Direkt-zu-Gerät (D2D) Netzwerk bilden, das Mobilfunkdienste direkt aus dem Weltraum an Endverbrauchergeräte liefert.
Das geplante D2D-Netzwerk wird Amazons bestehende Infrastruktur mit den Ressourcen von Globalstar kombinieren. Amazon kündigte im April die Übernahme des Satellitenbetreibers Globalstar für rund 11,6 Milliarden US-Dollar an. Laut Amazons Einreichung bei der FCC zielt das Netzwerk darauf ab, "unterversorgte oder nicht versorgte" Bevölkerungen und Gebiete zu erreichen. Zusätzliche Anwendungsfälle umfassen die Unterstützung von Notfalleinsätzen wie Such- und Rettungsaktionen, sowie die Erweiterung der Konnektivität für abgelegene Arbeitsplätze und Lieferketten.
Amazon rechnet damit, dass die Übernahme von Globalstar im Jahr 2027 abgeschlossen wird, während die Bereitstellung des D2D-Netzwerks im Jahr 2028 beginnen soll. Das Unternehmen entwickelt bereits sein "Project Kuiper" für ein Internet aus dem Weltraum im erdnahen Orbit, das als Konkurrenz zu SpaceX's Starlink positioniert ist.
Kürzlich erhielt Amazon eine Ausnahmegenehmigung von der FCC bezüglich der Auflage, 1.600 Satelliten der ersten Generation bis zum 30. Juli einzusetzen. Amazon muss jedoch weiterhin alle 3.232 Satelliten für seine geplante Konstellation bis Juli 2029 starten. Amazons D2D-Dienst wird mit SpaceX's Starlink Mobile konkurrieren, das über eine Partnerschaft mit T-Mobile in den USA Direkt-zu-Mobilfunkdienste anbietet.