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Technologie

Amazon stellt Mechanical Turk ein

Amazon schließt nach 21 Jahren seine Mechanical Turk (MTurk)-Plattform. Der Dienst, eine wichtige Quelle für von Menschen generierte Daten zur KI-Entwicklung, wird am 30. September eingestellt.

26. August 2026
Amazon stellt Mechanical Turk ein

Amazon hat angekündigt, seine Plattform Mechanical Turk (MTurk) am 30. September einzustellen. Die Entscheidung wurde nach einer internen Überprüfung getroffen. MTurk wurde 2005 gestartet und diente als Online-Marktplatz, der Unternehmen und Forschern Zugang zu einer globalen Belegschaft für die Erledigung kleiner digitaler Aufgaben bot, die oft als "Human Intelligence Tasks" (HITs) bezeichnet werden.

Die Plattform spielte eine entscheidende Rolle bei der frühen Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen. Sie lieferte menschliche Eingaben für Aufgaben, mit denen Computer zu kämpfen hatten, wie z. B. Bildbeschriftung, Audiotranskription und Datenkategorisierung. Gründer Jeff Bezos bezeichnete sie treffend als "künstliche künstliche Intelligenz", da sie auf Menschen angewiesen war, um Aufgaben zu lösen, die über die damaligen computergestützten Fähigkeiten hinausgingen.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich MTurk zu einem wesentlichen Bestandteil des Ökosystems für maschinelles Lernen. Die Plattform ermöglichte die Sammlung und Annotation riesiger Datensätze. Auf dem Höhepunkt seiner Tätigkeit meldete die Plattform über 500.000 Arbeiter weltweit. Die Art der Arbeit hat sich jedoch mit den Fortschritten im Bereich der KI weiterentwickelt.

In jüngerer Zeit hat der Aufstieg der KI-Automatisierung den Bedarf an menschlicher Beteiligung bei vielen Aufgaben verringert, die zuvor von MTurk-Arbeitern ausgeführt wurden. Gleichzeitig sind neue Plattformen entstanden, die sich auf die Kennzeichnung und Schulung von KI-Daten spezialisieren und alternative Lösungen anbieten. Berichten zufolge nutzte ein wachsender Anteil von MTurk-Arbeitern auch KI-Werkzeuge wie große Sprachmodelle, um ihre zugewiesenen HITs zu bearbeiten.

Amazon gab an, dass die Entscheidung nach einer Bewertung seiner Dienste erfolgte und hat die Schließung nicht direkt mit KI-Fortschritten in Verbindung gebracht. Das Unternehmen bietet über Amazon Web Services (AWS) weiterhin sein internes Datenkennzeichnungstool SageMaker Ground Truth als Alternative für seine Kunden an.

Originalquelle: fastcompany.com