Amazon Web Services Setzt auf Post-Quanten-Kryptographie
Amazon Web Services implementiert neue kryptografische Algorithmen, die darauf ausgelegt sind, Angriffen zukünftiger Quantencomputer standzuhalten. Diese Maßnahmen sollen die Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität von Kundendaten schützen.

Amazon Web Services (AWS) hat die Implementierung post-quantenkryptographischer Algorithmen (PQC) in seinen Diensten angekündigt. Diese Initiative zielt darauf ab, Kundendaten vor potenziellen Bedrohungen durch Quantencomputer zu schützen, die heutige Verschlüsselungsstandards brechen könnten.
Die neuen Algorithmen, darunter ML-KEM und ML-DSA, basieren auf mathematischen Prinzipien, von denen angenommen wird, dass sie gegen Quantencomputing-Angriffe resistent sind. Diese Standards werden in wichtige AWS-Dienste integriert, um die Sicherheit der Daten zu gewährleisten.
Mehrere AWS-Dienste haben bereits eine PQC-Integration erfahren. AWS Key Management (AWS KMS), Amazon S3 und Amazon CloudFront verwenden nun hybride Schlüsselvereinbarungsverfahren, die bestehende Protokolle mit ML-KEM kombinieren. Dieser Ansatz schützt vor "Harvest-now, decrypt-later"-Angriffen, bei denen verschlüsselte Daten erfasst und entschlüsselt werden, sobald Quantencomputer leistungsfähig genug sind.
Darüber hinaus unterstützen AWS KMS und AWS Private CA quantenresistente digitale Signaturen mit ML-DSA. Diese Implementierungen basieren auf AWS-LC, der kryptografischen Bibliothek des Unternehmens, die eine FIPS-140-3-Validierung erhalten hat und zu den ersten gehörte, die ML-KEM in eine solche Validierung aufnahmen.