Krankheitsbedingte Ausfälle bei Rettungssanitätern erhöhen Patiententodrate
Unerwartete krankheitsbedingte Personalausfälle im Rettungsdienst stehen im Zusammenhang mit einem Anstieg der kurzfristigen Patiententodrate nach Ankunft im Krankenhaus.

Unerwartete krankheitsbedingte Personalausfälle im Rettungsdienst sind mit einer erhöhten kurzfristigen Sterblichkeit bei NHS-Patienten verbunden. Dies ergab eine neue Studie der Universitäten York und Surrey. Demnach stieg die Sterblichkeit innerhalb von 24 Stunden nach der Ankunft im Krankenhaus um 0,78 Prozent, wenn die krankheitsbedingten Fehlzeiten des Rettungspersonals ungewöhnlich hoch waren.
Das Forschungsteam analysierte mehr als 11 Millionen Krankentransporte zu Notaufnahmen in England zwischen 2013 und 2018. Durch die Verknüpfung von Arbeitskräfteregistern des Rettungsdienstes mit Krankenhaus- und Sterblichkeitsdaten untersuchten sie, wie sich Personalengpässe auf das Überleben von Patienten auswirken. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ältere Menschen, Patienten mit den schwersten Erkrankungen und Personen, die während der stark frequentierten Wintermonate Versorgung benötigten, am stärksten betroffen waren.
Die als Diskussionspapier veröffentlichte Studie ergab keine vergleichbaren Auswirkungen von geplanten Abwesenheiten wie Jahresurlaub oder Fortbildung. Dies unterstreicht die besondere Bedeutung ungeplanter krankheitsbedingter Ausfälle für die Notfallversorgung an vorderster Front. Die Professoren Cheti Nicoletti und Giuseppe Moscelli betonten, dass die Besatzungen von Rettungswagen ein entscheidendes Glied in der Notfallversorgungskette darstellen und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Belegschaft, die Verbesserung der Mitarbeiterbindung und die Reduzierung von Burnout eine Priorität für die Patientensicherheit sein sollten.
Die Forscher argumentieren, dass diese Ergebnisse die Bedeutung der Aufrechterhaltung einer robusten Belegschaft im Rettungsdienst unterstreichen. Während die öffentliche Debatte oft auf Krankenhausdruck abzielt, können Verzögerungen und Personalprobleme im Rettungsdienst vor der Ankunft eines Patienten im Krankenhaus erhebliche Auswirkungen auf die Überlebensraten haben, insbesondere für gefährdete Patienten.