AMD bestätigt: Zwei Zen 6-Prozessoren nutzen AM5-Sockel
AMD hat offiziell bestätigt, dass zwei kommende Prozessorfamilien der Zen 6-Architektur, Olympic Ridge und Medusa1, den AM5-Sockel nutzen werden. Dies verlängert die Unterstützung der Plattform bis 2029.

München, Deutschland – Der Chiphersteller AMD hat in seiner offiziellen technischen Dokumentation bestätigt, dass zwei zukünftige Prozessorfamilien auf Basis der Zen 6-Architektur, codenamen Olympic Ridge und Medusa1, weiterhin den AM5-Sockel verwenden werden. Diese Entscheidung unterstreicht AMDs Engagement für eine langfristige Plattformunterstützung.
Die Olympic Ridge-Familie ist als nächste Generation von Mainstream-Desktop-Prozessoren der Ryzen-Reihe positioniert. Berichten zufolge könnte die Zen 6-Architektur die Kernanzahl pro CCD (Core Complex Die) von derzeit acht auf zwölf erhöhen. Dies würde Spitzenmodellen ermöglichen, 24 Kerne und 48 Threads zu erreichen und somit mit Intels kommenden Angeboten konkurrieren zu können.
Zusätzlich könnten Olympic Ridge-Prozessoren integrierte NPUs (Neural Processing Units) für den Desktop-Einsatz einführen. Um die Chipgröße und Komplexität zu optimieren, ist es möglich, dass die integrierten Grafikeinheiten der aktuellen Ryzen 7000/9000-Serie weggelassen werden.
Die Medusa1-Serie bietet eine besondere Konfiguration, da sie laut Dokumentation sowohl die mobile FP10-Schnittstelle als auch den Desktop-AM5-Sockel unterstützen soll. Damit wird Medusa1 neben Olympic Ridge eine weitere Zen 6-Produktlinie für die AM5-Plattform. Eine kleinere Variante, Medusa2, wird ausschließlich die mobile FP10-Schnittstelle unterstützen.
AMD kündigte bereits auf der Computex in diesem Jahr an, die Unterstützung für den AM5-Sockel bis 2029 zu verlängern. Diese Zusage, die ursprünglich von einer Unterstützung bis 2025 auf mindestens 2027 erweitert wurde, unterstreicht AMDs Strategie, seinen Kunden langfristige Plattformstabilität zu bieten.