AMD stellt neue Technik zur Reduzierung der Grafikspeichernutzung vor
AMD hat die neue Technik "PEPS" vorgestellt, die Modellparameter um 25 % reduziert und gleichzeitig die Bildqualität beibehält. Die Technologie kann den Bedarf an Grafikspeicher erheblich senken.

AMD hat kürzlich seine Forschungsergebnisse "PEPS: Position Encoding Projection Sampling" auf dem I3D-Workshop vorgestellt. Diese Technik konzentriert sich auf neuronale Texturkomprimierung und reduziert erfolgreich die Modellparameter um 25 %, ohne die Bildqualität zu beeinträchtigen.
PEPS zielt darauf ab, den Verbrauch von Grafikspeicher zu optimieren, indem ein "implicit neural representation"-Modell verwendet wird. Dieses Modell lernt, Texturkoordinaten zu endgültigen Signalwerten zuordnen. Im Vergleich zu herkömmlichen Methoden beinhaltet PEPS eine detailliertere Zuordnung von Projektionen, was es ermöglicht, ähnliche Ergebnisse mit weniger Parametern zu erzielen.
Ein Kompromiss für diese Reduzierung ist eine erhöhte Rechenzeit. Tests auf der Radeon RX 9070 XT-Grafikkarte zeigten, dass die PEPS-Lösung etwas länger brauchte, um eine 1024x1024-Textur zu generieren als die Basis-Methode. Optimierte Versionen der Technik haben diese Leistungslücke jedoch verringert.
Die Technologie birgt auch Potenzial für 3D-Rendering-Anwendungen, wie die Komprimierung speicherintensiver Signed Distance Functions (SDF). PEPS hat seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, den Speicherbedarf erheblich zu senken und gleichzeitig die Genauigkeit von 3D-Formen zu erhalten.
Obwohl vielversprechend, könnte die breite Einführung von PEPS in Verbraucherprodukten noch einige Zeit dauern. Die Spieleindustrie unterstützt derzeit keine flächendeckende neuronale Texturkomprimierung, und AMD befindet sich mit dieser Technologie noch in einem frühen Stadium. Angesichts der anhaltenden Einschränkungen beim Grafikspeicher werden solche Optimierungstechniken jedoch voraussichtlich immer wichtiger werden.