Zufriedenheit mit US-Schulbildung auf historischem Tiefstand
Die öffentliche Zufriedenheit mit der Qualität der K-12-Bildung in den USA ist auf einen Tiefpunkt gefallen. Eine neue Gallup-Umfrage nennt politische Spaltung und Sorgen über die Vorbereitung der Schüler als Hauptursachen. Die Unzufriedenheit ist so hoch wie nie zuvor.

Die Zufriedenheit der amerikanischen Erwachsenen mit der Qualität der K-12-Bildung hat einen historischen Tiefpunkt erreicht. Ursachen sind die zunehmende politische Polarisierung und die Sorge, dass Schulen die Schüler nicht ausreichend auf das College und die zukünftige Berufswelt vorbereiten. Laut einer Umfrage von Gallup und der Walton Family Foundation vom August sind nur 32 % der Erwachsenen mit dem US-Schulsystem zufrieden. Dies ist ein Rückgang um 11 Prozentpunkte in zwei Jahren und der niedrigste Wert seit Beginn der Gallup-Erhebungen vor 27 Jahren. Gleichzeitig ist die Unzufriedenheit auf 67 % gestiegen.
Bildungsexperten betrachten diese Ergebnisse als zutiefst besorgniserregend, aber nicht überraschend. Die Zufriedenheit ist bei den Demokraten am stärksten gesunken, während auch bei Republikanern und Unabhängigen geringere Zufriedenheitswerte verzeichnet werden. Das politische Klima, einschließlich der Debatten über Lehrpläne und Schulpolitik, wird als ein Faktor für die Erosion des öffentlichen Vertrauens angesehen.
Jenseits der Politik spielen auch die anhaltenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie eine Rolle. Schulschließungen verschärften akademische Rückstände und psychische Gesundheitsprobleme, was zu einem allgemeinen Vertrauensverlust beitrug. Die anhaltende negative Berichterstattung über nationale Testergebnisse hat die Wahrnehmung von Schwierigkeiten im Bildungssystem weiter gefestigt.
Trotz der nationalen Stimmung bleiben die Ansichten der Eltern zur Bildung ihrer eigenen Kinder positiver. Etwa zwei Drittel der Eltern schulpflichtiger Kinder äußern Zufriedenheit mit ihren lokalen Schulen, obwohl auch diese Zahl einen Tiefpunkt im Vergleich zu früheren Jahren darstellt. Dies deutet auf eine Diskrepanz zwischen den direkten Erfahrungen der Eltern und der breiteren nationalen Darstellung der Bildungsqualität hin.