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Amerikaner befürworten Verlängerung von Steuersenkungen – aber nicht für Reiche oder Unternehmen

Eine neue Washington Post/Ipsos-Umfrage zeigt, dass die "One Big Beautiful Bill Act" in den USA kaum bekannt ist und mehrheitlich auf Ablehnung stößt. Die Verlängerung von Steuersenkungen wird je nach Einkommensniveau unterschiedlich bewertet.

28. Juni 2026
Amerikaner befürworten Verlängerung von Steuersenkungen – aber nicht für Reiche oder Unternehmen

Einer neuen Umfrage von Washington Post/Ipsos zufolge sind die Amerikaner mit dem "One Big Beautiful Bill Act", das vom US-Repräsentantenhaus verabschiedet wurde, nur unzureichend vertraut und lehnen es eher ab als zu unterstützen. Die Umfrage ergab auch, dass die politischen Lager bei wichtigen Bestimmungen des Gesetzes tief gespalten sind, mit Ausnahme der Erhöhung des jährlichen Kinderfreibetrags, die parteiübergreifend mehrheitliche Unterstützung findet.

Die Befragten unterstützen im Allgemeinen die Fortsetzung der Bundes-Einkommenssteuersenkungen von 2017 für Einzelpersonen mit einem Einkommen unter 100.000 US-Dollar und für Ehepaare mit einem Einkommen unter 200.000 US-Dollar. Die Unterstützung für die Fortsetzung der Senkungen für wohlhabendere Amerikaner und Unternehmen ist jedoch schwächer.

Die allgemeine Bekanntheit des Gesetzes ist gering: 26 % geben an, keine Kenntnis davon zu haben. Insgesamt lehnen 42 % das Gesetz ab, während nur 23 % es unterstützen. Die parteipolitischen Gräben sind tief, wobei Republikaner mehr Unterstützung zeigen (49%) als Demokraten (6%) und Unabhängige (21%).

In Bezug auf die Steuersenkungen von 2017 befürworten über 70 % deren Fortsetzung für Personen mit einem Einkommen unter 100.000 US-Dollar (Einzelpersonen) bzw. 200.000 US-Dollar (Ehepaare). Die Unterstützung sinkt erheblich, wenn es um die Ausweitung der Senkungen für Personen mit einem Einkommen über 400.000 US-Dollar (29 % Unterstützung) oder für Unternehmen (30 % Unterstützung) geht.

Spezifische Bestimmungen des Gesetzes führen zu unterschiedlichen Meinungen. Eine geplante Erhöhung des Kinderfreibetrags auf 2.500 US-Dollar und die Abschaffung der Steuern auf Trinkgelder finden breite Unterstützung. Umgekehrt gehören die Kürzung von Lebensmittelhilfen für Geringverdiener (23 % Zustimmung) und die Finanzierung von Migrantenauffanglagern (24 % Zustimmung) zu den unbeliebtesten Maßnahmen.

Originalquelle: ipsos.com