Kombinationstherapie zeigt Wirksamkeit bei kleinzelligem Lungenkarzinom
Eine Phase-3-Studie belegt, dass die Kombination von Imdelltra und Imfinzi das Sterberisiko bei Patienten mit fortgeschrittenem kleinzelligem Lungenkrebs deutlich senkt.

Die Ergebnisse der Phase-3-Studie DeLLphi-305 belegen, dass die Kombination aus Amgens Imdelltra (Tarlatamab) und AstraZenecas Imfinzi (Durvalumab) das Sterberisiko bei Patienten mit bisher unbehandeltem, weit fortgeschrittenem kleinzelligem Lungenkarzinom (ES-SCLC) um 58 % senkt. Die Daten wurden auf dem ESMO Presidential Symposium vorgestellt und zeitgleich im The New England Journal of Medicine veröffentlicht.
Die Studie zeigt, dass fast 80 % der Patienten, die die Kombinationstherapie erhielten, ein Jahr nach Behandlungsbeginn noch am Leben waren, verglichen mit 53 % in der Kontrollgruppe, die nur mit Imfinzi behandelt wurde. Zudem konnte die progressionsfreie Überlebenszeit in der Kombinationstherapie mehr als verdreifacht werden.
Kleinzelliger Lungenkrebs stellt aufgrund begrenzter Therapieoptionen weiterhin eine klinische Herausforderung dar. Diese Ergebnisse deuten auf eine mögliche Veränderung der Erstlinienbehandlung für diese Patienten hin. Die Studie unterstreicht die Wirksamkeit von bispezifischen T-Zell-Engagern in Verbindung mit Checkpoint-Inhibitoren.
Es wird erwartet, dass die Zulassungsbehörden die Daten prüfen, während das Unternehmen eine Indikationserweiterung für Imdelltra anstrebt.