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Gesundheit

AMK verzeichnet 2014 über 8.800 Meldungen zu Arzneimittel-Mängeln und -Nebenwirkungen

Die Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker (AMK) hat 2014 insgesamt 8.832 Meldungen über Qualitätsmängel und unerwünschte Wirkungen bei Arzneimitteln erhalten. Damit wurde der Rekord aus dem Jahr 2012 übertroffen.

19. Juni 2026
AMK verzeichnet 2014 über 8.800 Meldungen zu Arzneimittel-Mängeln und -Nebenwirkungen
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Die Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker (AMK) registrierte im Jahr 2014 insgesamt 8.832 Meldungen zu Qualitätsmängeln und unerwünschten Wirkungen von Arzneimitteln. Diese Zahl übertraf den bisherigen Höchststand aus dem Jahr 2012 um 373 Meldungen.

Die eingegangenen Meldungen betrafen überwiegend Arzneimittel, darunter 6.251 Fälle von verschreibungspflichtigen und 1.824 Fälle von rezeptfreien Medikamenten. Hinzu kamen 399 Meldungen zu Medizinprodukten sowie weitere zu Produktgruppen wie Diätetika und Nahrungsergänzungsmitteln.

Der Anteil von Meldungen zu unerwünschten Wirkungen stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 30 Prozent. Darunter befanden sich 300 Meldungen zu schwerwiegenden Arzneimittelzwischenfällen und 229 Meldungen, die auf Arzneimittelsubstitutionen zurückzuführen waren. Die Anzahl der Meldungen zu Medikationsfehlern sank deutlich auf 107 im Vergleich zu 235 im Vorjahr.

Als häufigste Qualitätsmängel wurden Verpackungsfehler berichtet, gefolgt von galenischen Mängeln, mechanischen Defekten und Deklarationsfehlern. Bei Meldungen zu Arzneimittel-Manipulationen oder -Fälschungen war ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.

Im Jahr 2014 hat die AMK 192 Chargenrückrufe und 44 weitere Produktrückrufe bearbeitet. Nur 7 Prozent der insgesamt 2.907 an die AMK gesendeten Einreichungen wurden im Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker untersucht, wobei 26,5 Prozent der Untersuchungen zu einer Bestätigung führten.

Originalquelle: abda.de