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Wissenschaft

Ammoniak: Potenzial als Energieträger und Wasserstoffquelle

Das Fraunhofer IMM entwickelt dezentrale Ammoniakklyvungs-Technologie, um Wasserstoffspeicherung und -transport im Rahmen der Energiewende zu ermöglichen.

24. September 2026
Ammoniak: Potenzial als Energieträger und Wasserstoffquelle
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Das Fraunhofer-Institut für Mikrotechnik und Mikrosystemtechnik (IMM) entwickelt eine neue Technologie zur Umwandlung von Ammoniak zurück in Wasserstoff, was die Speicherung und den Transport erneuerbarer Energien verbessern könnte.

Ammoniak, traditionell bekannt für die Düngemittelproduktion, wird nun als potenzieller Energieträger für die zukünftige Energiewende erforscht. Das Fraunhofer IMM konzentriert sich auf die Entwicklung einer platzsparenden und effizienten dezentralen Ammoniakklyvungs-Technologie. Dieser Prozess zielt darauf ab, Ammoniak mit minimalem Energieverlust zurück in nützliche Komponenten wie Wasserstoff und Stickstoff umzuwandeln.

"Ammoniak hat sehr gute Aussichten für die nachhaltige Transformation unseres Energiesystems", erklärte Gunther Kolb, Leiter der Sparte Energie am Fraunhofer IMM. Er betonte, dass Ammoniak den effizienten Transport und die Speicherung von Wasserstoffenergie ermöglicht, insbesondere in Regionen mit geringerer Verfügbarkeit erneuerbarer Energien, und gleichzeitig Energieverluste minimiert.

Ammoniak bietet erhebliche Vorteile gegenüber reinem Wasserstoff bei Lagerung und Transport. Es bleibt bei deutlich höheren Temperaturen und niedrigeren Drücken flüssig als verflüssigter Wasserstoff, was den Energieverbrauch erheblich reduziert. Bestehende, strenge Sicherheitsstandards gewährleisten bereits den sicheren weltweiten Transport von Millionen Tonnen Ammoniak pro Jahr.

Die vom Fraunhofer IMM entwickelte dezentrale Klyvungs-Technologie zielt darauf ab, Lücken in der zukünftigen Wasserstoffinfrastruktur zu schließen. Sie bietet eine effiziente, emissionsfreie Lösung für die lokale Wasserstoffproduktion, die auch Bedarfe abdecken kann, die über große Pipeline-Netze hinausgehen. Diese Technologie wird voraussichtlich wesentlich zur breiteren Nutzung von Wasserstoff in der Energieerzeugung beitragen.

Originalquelle: fraunhofer.de