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Technologie

Analyst: Sony beendet physische Spiele-Discs, Gebrauchtmarkt vor dem Aus

Sony wird ab Anfang 2028 keine physischen Discs mehr für neue PlayStation-Spiele produzieren. Analysten gehen davon aus, dass dies den Gebrauchtspielemarkt stark beeinträchtigen und möglicherweise zum Erliegen bringen wird.

22. Juli 2026
Analyst: Sony beendet physische Spiele-Discs, Gebrauchtmarkt vor dem Aus
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Der Technologiekonzern Sony hat angekündigt, ab Januar 2028 die Produktion physischer Discs für neue PlayStation-Spiele einzustellen. Diese Entscheidung, die den breiteren Trend zu digitalen Downloads widerspiegelt, lässt Analysten eine deutliche Verkleinerung und ein mögliches Ende des Gebrauchtspielemarktes vorhersagen.

Seit Jahrzehnten bietet der Gebrauchtspielemarkt den Spielern eine Möglichkeit, Kosten für alte Titel zu senken oder Ausgaben für neue Spiele zu reduzieren. Obwohl digitale Downloads inzwischen weit verbreitet sind, hat der Handel mit gebrauchten Spielen eine beträchtliche Größe beibehalten. Der globale Markt für Gebrauchtspiele wurde 2025 auf rund 7,2 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2034 auf 13,8 Milliarden US-Dollar anwachsen.

Branchenanalysten äußern sich pessimistisch über die Zukunft des Marktes. Kazunori Ito von Morningstar glaubt, dass der Gebrauchtspielemarkt "kontinuierlich schrumpfen und schließlich verschwinden wird". Michael Pachter von Wedbush Securities erklärte, dass der Einzelhandel mit physischen Spielen "zum Scheitern verurteilt ist" und wies darauf hin, dass historisch gesehen mindestens ein Drittel der Spielverkäufe aus dem Gebrauchtwarenhandel stammte.

Sony begründet den Übergang zu digitalen Versionen mit sich ändernden Kaufgewohnheiten der Verbraucher. Das Unternehmen behauptet, dass digitale Inhalte für Spieler bereits physische Discs als primäre Wahl abgelöst haben. Marktdaten stützen diesen Trend, da die Verkäufe physischer PlayStation-Spiele zurückgegangen sind. In den USA haben beispielsweise nur wenige PlayStation-Titel bisher mehr als 100.000 physische Exemplare verkauft.

Die Entscheidung hat jedoch zu Gegenreaktionen von einigen Spielern und Industriegruppen geführt. Online-Petitionen sind aufgetaucht, und auf Social Media wurden Bedenken hinsichtlich der Spieleerhaltung und des Eigentums geäußert. Gruppen wie die britische Digital Entertainment and Retail Association (ERA) betrachten den Schritt als eine Priorisierung des Unternehmenskomforts über die Wahlfreiheit der Verbraucher. Sony wird jedoch wahrscheinlich bei seiner Entscheidung bleiben und verweist auf die höhere Rentabilität digitaler Verkäufe und sich ändernde Konsumpräferenzen.

Originalquelle: ithome.com