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Technologie

Andhra Pradesh: Polizei verhaftet YouTuber – Vize-Minister kündigt Überwachungsteam für soziale Medien an

Die Polizei in Andhra Pradesh hat zwei YouTuber verhaftet, die kritische Kommentare gegen die Staatsführung abgegeben haben sollen. Vize-Minister Pawan Kalyan kündigte gleichzeitig die Einsetzung eines neuen Teams zur Überwachung von Social Media an.

2. Juli 2026
Andhra Pradesh: Polizei verhaftet YouTuber – Vize-Minister kündigt Überwachungsteam für soziale Medien an
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Die Polizei in Andhra Pradesh hat Anfang Juli zwei YouTuber verhaftet, die mutmaßlich kritische Kommentare gegen den Chief Minister N. Chandrababu Naidu und dessen Stellvertreter Pawan Kalyan verbreitet haben. Die Festnahmen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über Online-Zensur im Bundesstaat.

Zu den Festgenommenen gehören B. Joseph, bekannt durch seinen YouTube-Kanal Prashna, und der Journalist K. Venkatrami Reddy (KVR) von Myra Media. Joseph wird unter anderem die Anstiftung zu religiösem Hass, Beleidigung, Verleumdung und organisierte Kriminalität vorgeworfen. Er wurde später gegen Kaution freigelassen, jedoch umgehend in einem separaten Fall erneut festgenommen.

KVR wird vorgeworfen, die Souveränität, Einheit und Integrität Indiens gefährdet, nachteilige Äußerungen gegen die nationale Integration gemacht und sexuell explizites Material verbreitet zu haben. Zuvor war er bereits wegen Kommentaren über Chief Minister Naidu angezeigt worden.

Nach den Verhaftungen kündigte Vize-Minister Pawan Kalyan an, dass die Regierung des Bundesstaates ein spezielles Team zur Überwachung von Missbrauch in sozialen Medien einrichten werde. Das Team soll Beschwerden von Bürgern prüfen und rechtliche Schritte einleiten. Kalyan betonte, dass Belästigungen, falsche Propaganda und Drohungen nicht unter die Meinungsfreiheit fallen.

In den letzten Monaten gab es in Andhra Pradesh mehrere Fälle, in denen versucht wurde, Online-Inhalte einzuschränken. MediaNama berichtete zuvor über die Sperrung politischer Seiten und die Inhaftierung von Journalisten, was Bedenken hinsichtlich der Meinungsfreiheit in der Region aufwirft.

Originalquelle: medianama.com