Anthropic fügt Wasserzeichen und C2PA-Metadaten zu KI-generierten Inhalten hinzu
Das KI-Unternehmen Anthropic beginnt damit, Wasserzeichen in Texten und C2PA-Metadaten in Medien einzubetten, die von seinen Claude-Modellen generiert werden, um die Transparenz zu erhöhen.

Der KI-Anbieter Anthropic hat damit begonnen, Wasserzeichen in Textantworten und Coalition for Content Provenance and Authenticity (C2PA)-Metadaten in Mediendateien einzubetten, die von seinen Claude-Modellen erzeugt werden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Transparenz und Nachverfolgbarkeit von KI-generierten Inhalten zu erhöhen.
Das Wasserzeichen für Text ist so konzipiert, dass es mit dem Inhalt mitreist und auch nach dem Kopieren, Einfügen und einigen Bearbeitungen bestehen bleibt. Diese Wasserzeichenfunktion wird auf Modellebene angewendet, wodurch ihre Anwesenheit unabhängig vom verwendeten Claude-Produkt oder der Schnittstelle sichergestellt wird.
Für Mediendateien wie .svg, .png oder .jpg fügt Anthropic Metadaten gemäß dem offenen C2PA-Standard hinzu. Dieses branchenübliche Format erfasst Informationen über die Herkunft des Inhalts. Eine signierte Metadatatag kennzeichnet eine von Claude verarbeitete Datei und kann zur Erkennung von Manipulationen beitragen.
Diese Implementierungen entsprechen den Bemühungen von Anthropic zur Einhaltung des EU-KI-Gesetzes, insbesondere Artikel 50 zur Transparenz von KI-generierten Inhalten, der global in Kraft trat. Claude-Modelle, die am oder nach dem 2. August 2026 in der EU eingeführt werden, werden ab der Einführung maschinenlesbare Kennzeichnungen unterstützen.
Anthropic beabsichtigt, bald Erkennungswerkzeuge und technische Dokumentationen zu veröffentlichen, die es Benutzern und Dritten ermöglichen, die eingebetteten Wasserzeichen und Metadaten zu identifizieren. Das Unternehmen räumt ein, dass weiterhin Herausforderungen bei der Verhinderung von Umgehungen bestehen, wie z. B. das Entfernen von Metadaten durch Screenshots oder über verschlüsselte Plattformen.