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Technologie

Anthropic Claude: Über 11 Millionen Konten in sechs Monaten gesperrt

Anthropic's KI-Dienst Claude hat im ersten Halbjahr 2026 über 11,4 Millionen Konten gesperrt. Das Unternehmen meldet eine niedrige Erfolgsquote für Nutzerbeschwerden.

11. Oktober 2026

Das KI-Unternehmen Anthropic hat eine beträchtliche Anzahl von Kontosperrungen auf seiner Claude-Plattform gemeldet. Laut einem Transparenzbericht wurden zwischen Januar und Juni 2026 über 11,4 Millionen Konten gesperrt. In diesem Zeitraum wurden fast 400.000 Beschwerden gegen diese Sperrungen eingereicht, von denen jedoch nur etwa 42.000, also rund 10,5 Prozent, zur Wiederherstellung eines Kontos führten.

Das hohe Sperraufkommen und die niedrige Erfolgsquote bei Beschwerden geben Anlass zur Sorge bei Entwicklern und Unternehmen, die Claude für ihre Arbeitsabläufe nutzen. Nutzer berichten von verheerenden Produktivitätsverlusten, wenn Konten während kritischer Aufgaben wie umfangreicher Code-Refactoring oder komplexer Datenanalysen plötzlich gesperrt werden. Viele Nutzer beschreiben den Beschwerdeprozess als langwierig, frustrierend und letztendlich ineffektiv, da sie oft nur generische Ablehnungs-E-Mails erhalten oder auf technische Probleme bei der Einreichung von Beschwerden stoßen.

Anthropic hat kürzlich seine Nutzungsrichtlinien aktualisiert und verbietet ausdrücklich missbräuchliche oder grausame Inhalte. Das Unternehmen hat auch fortschrittliche Machine-Learning-Klassifikatoren zur Erkennung schädlicher Inhalte implementiert. Während diese Maßnahmen darauf abzielen, die Sicherheit zu erhöhen und Missbrauch zu verhindern, haben die strikte Durchsetzung und die wahrgenommene mangelnde Abhilfe durch Beschwerden Kritik aus der Nutzergemeinschaft hervorgerufen.

Die strengen Zugangskontrollen und der schwierige Beschwerdeprozess veranlassen viele Nutzer, alternative KI-Dienste zu prüfen oder ihre Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter zu diversifizieren. Anthropic hat keine detaillierte Aufschlüsselung aller Gründe für die Sperrungen veröffentlicht, hat aber einen Fokus auf die Verhinderung illegaler oder schädlicher Nutzung angegeben. Die aktualisierten Richtlinien des Unternehmens, die im November 2026 in Kraft treten sollen, werden voraussichtlich die Nutzungsbeschränkungen weiter verfeinern.

Originalquelle: ithome.com