Anthropic senkt Preise für neues KI-Modell Claude Sonnet 5
Das KI-Unternehmen Anthropic hat sein neues Modell Claude Sonnet 5 auf den Markt gebracht, das Spitzenleistung zu einem mittleren Preis bietet. Ziel ist es, kostenbewussten Unternehmenskunden erweiterte Funktionen zugänglich zu machen.

San Francisco – Das KI-Unternehmen Anthropic hat sein neues Modell Claude Sonnet 5 auf den Markt gebracht, das Spitzenleistung zu einem mittleren Preis bietet. Ziel ist es, kostenbewussten Unternehmenskunden erweiterte Funktionen zugänglich zu machen.
Sonnet 5 ist nun das Standardmodell für Nutzer der kostenlosen und Pro-Pläne von Anthropic und steht auch für Max-, Team- und Enterprise-Kunden zur Verfügung. Die Einführungs-API-Preise liegen bei 2 US-Dollar pro Million Input-Tokens und 10 US-Dollar pro Million Output-Tokens bis zum 31. August. Danach steigen die Preise auf 3 bzw. 15 US-Dollar, was immer noch deutlich unter den Preisen von Anthropic's Topmodell Opus 4.8 liegt (5 US-Dollar Input, 25 US-Dollar Output).
Die Strategie ist klar: Anthropic möchte den Zugang zu Funktionen demokratisieren, die bisher nur teureren Modellen vorbehalten waren. Dies soll eine breite Entwicklerbasis schaffen, die für einen möglichen Börsengang attraktiv ist.
Leistungsbenchmarks zeigen, dass Sonnet 5 seine Vorgängerversion Sonnet 4.6 erheblich verbessert hat, insbesondere in den Bereichen Codierung und Schlussfolgerung, und die Lücke zum Spitzenmodell Opus schließt. So erreichte Sonnet 5 im SWE-bench Pro-Test 63,2% und näherte sich damit den 69,2% von Opus 4.8.
Der Fokus auf "agentenhafte Fähigkeiten" – die Fähigkeit, zu planen, Werkzeuge zu nutzen und mehrstufige Arbeitsabläufe autonom auszuführen – spiegelt eine Verlagerung in der KI-Branche wider. Unternehmen fragen zunehmend KI-Systeme nach, die komplexe Umgebungen navigieren und Aufgaben mit minimalem menschlichen Eingriff erledigen können. Erste Anwender berichten, dass Sonnet 5 Aufgaben abschließen kann, bei denen frühere Modelle ins Stocken gerieten. Eine aktualisierte Tokenizer-Technologie verspricht zudem Leistungssteigerungen, deren Kostenauswirkungen für bestimmte Arbeitslasten jedoch sorgfältig geprüft werden sollten.