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Gesundheit

Angststörungen betreffen weltweit 359 Millionen Menschen, Behandlungsdefizit bleibt groß

Angststörungen sind weltweit die häufigste psychische Erkrankung und betrafen 2021 359 Millionen Menschen. Trotz wirksamer Behandlungen erhält nur ein Viertel der Betroffenen adäquate Versorgung.

25. Juni 2026
Angststörungen betreffen weltweit 359 Millionen Menschen, Behandlungsdefizit bleibt groß

Angststörungen stellen weltweit die häufigste Kategorie psychischer Erkrankungen dar und betrafen im Jahr 2021 359 Millionen Menschen. Trotz verfügbarer, hochwirksamer Behandlungsmethoden erhalten nur etwa 27,6 % der bedürftigen Personen die notwendige Versorgung.

Die Symptome, gekennzeichnet durch intensive Angst, Sorge und körperliche Anspannung, können den täglichen Alltag, die Arbeit und soziale Interaktionen erheblich beeinträchtigen. Der Beginn der Symptome tritt typischerweise in der Kindheit oder im Jugendalter auf und kann bis ins Erwachsenenalter andauern. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Hindernisse beim Zugang zur Behandlung umfassen mangelndes Bewusstsein für Therapiemöglichkeiten, unzureichende Investitionen in psychische Gesundheitsdienste, einen Mangel an qualifiziertem Gesundheitspersonal und soziale Stigmatisierung. Diese Störungen sind mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung von Depressionen, Substanzmissbrauch und Suizidgedanken verbunden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont die Bedeutung effektiver Präventionsstrategien, wie Elternbildung und schulbasierte Programme zur Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen. Die Entstehung von Angststörungen resultiert aus einem komplexen Zusammenspiel sozialer, psychologischer und biologischer Faktoren und kann durch negative Lebenserfahrungen wie Gewalt oder Verlust verschärft werden.

Originalquelle: who.int