Anytime Fitness schließt Standorte in den USA
Die Fitnesskette Anytime Fitness reduziert ihre Präsenz in den USA. Trotz internationaler Expansion verzeichnet das Unternehmen dort den dritten Rückgang an Standorten in Folge.

Anytime Fitness schließt einen Teil seiner Fitnessstudios in den USA. Die Entwicklung steht im Kontrast zum weltweiten Wachstum der Kette, die 2026 die Marke von 6.000 Standorten erreichte und heute Teil der Purpose Brands ist.
Branchenexperten führen die Schließungen auf strategische Verschiebungen innerhalb der Muttergesellschaft zurück. Laut Beverly Bradshaw, Anwältin bei Next Era Legal, hat das Unternehmen in den USA in den letzten drei Jahren kontinuierlich Standorte verloren. Während die Muttergesellschaft das Risiko durch ihr internationales Portfolio streue, seien einzelne Franchisenehmer den Herausforderungen des lokalen Marktes direkt ausgesetzt.
Ein kritischer Punkt für die Betreiber sind die aktuellen Vertragsbedingungen. Das Franchise-Dokument für 2026 räumt dem Franchisegeber das Recht ein, die Lizenzgebühren mit einer Frist von nur 30 Tagen auf bis zu acht Prozent des Bruttoumsatzes zu erhöhen. Laut Bradshaw stellt dies ein erhebliches finanzielles Risiko für Eigentümer dar, die bereits hohe Summen in ihre Standorte investiert haben.
Die Zukunft des Unternehmens bleibt durch die Kluft zwischen internationalem Wachstum und der wirtschaftlichen Belastung der US-Franchisenehmer geprägt.