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Technologie

Apple sperrt fehlerhafte eMudhra-Zertifikate in macOS-Beta

Apple hat die Blockade für eMudhra-Zertifikate auf macOS ausgeweitet, nachdem gravierende Schwachstellen in den kryptografischen Schlüsseln bekannt wurden.

5. November 2026

Apple hat in der aktuellen Entwickler-Beta von macOS 27.3 eine umfassende Sperre für digitale Zertifikate des indischen Anbieters eMudhra integriert. Diese Maßnahme reagiert auf die Entdeckung gravierender Sicherheitslücken, bei denen Zertifikate mit extrem kurzen und unsicheren privaten Schlüsseln – teilweise bestehend aus lediglich der Ziffer '4' – generiert wurden.

Nachdem die Schwachstelle im Oktober 2026 publik wurde, reagierten Unternehmen wie Google und Mozilla umgehend mit Sperren. Apple hatte zuvor bereits iOS und iPadOS geschützt; eine Umsetzung für macOS verzögerte sich aufgrund technischer Limitationen bei der Zertifikatsprüfung durch das systemeigene curl-Tool.

Insgesamt waren acht Zertifikate betroffen, von denen sechs für TLS-Verschlüsselungen und zwei für die Codesignierung vorgesehen waren. Den Berichten zufolge wurden die meisten dieser Zertifikate nicht in Produktionsumgebungen eingesetzt; derzeit liegen keine Erkenntnisse über eine aktive Ausnutzung der Schwachstelle durch Dritte vor.

Infolge der Sicherheitsmängel kündigte eMudhra den Rückzug aus dem globalen SSL/TLS-Zertifikatsmarkt an und räumte interne Verfahrensfehler ein. Apple plant, die Sicherheitsmaßnahmen mit dem offiziellen Software-Release im Dezember auf alle Geräte auszudehnen.

Originalquelle: ithome.com