Apples Systemlücke: Ehemalige Mitarbeiter greifen weiterhin auf Unternehmensdaten zu
Neue Details enthüllen, dass ehemalige Apple-Mitarbeiter weiterhin auf vertrauliche Unternehmensdokumente zugreifen können, selbst nachdem ihr interner Netzwerkzugang gesperrt wurde.

Eine Datenmanagement-Schwachstelle in Apples Systemen wurde aufgedeckt, die es ehemaligen Mitarbeitern ermöglicht, auf sensible Unternehmensdokumente zuzugreifen, auch nachdem ihr Arbeitsverhältnis beendet wurde. Laut The Information berichteten mehrere ehemalige Mitarbeiter, dass sie weiterhin auf geteilte Dokumente zugreifen und sogar Benachrichtigungen über Dateiaktualisierungen erhalten konnten, obwohl ihr interner Netzwerkzugang gesperrt wurde.
Das Problem scheint auf Apples langjährige Praxis zurückzuführen zu sein, Mitarbeiter zu ermutigen, ihre persönlichen Apple-IDs mit den vom Unternehmen bereitgestellten iCloud-Speichern zu verknüpfen. Den Mitarbeitern wurden 2 TB iCloud-Speicher angeboten, die mit ihren bestehenden persönlichen Speicherplänen zusammengeführt werden konnten. Diese Konfiguration führte dazu, dass einige Arbeitsdateien in Konten gespeichert wurden, die Apple nicht vollständig kontrollierte.
Wenn Dokumente nicht im einheitlich verwalteten „Arbeits“-Ordner von Apple abgelegt wurden, konnten ehemalige Mitarbeiter nach der Rückgabe von Firmengeräten und dem Ausscheiden aus dem Unternehmen weiterhin darauf zugreifen. Obwohl Apple den „Apple Work“-Ordner zur Verbesserung der Kontrolle eingeführt hat, konnten interne Dateien, die außerhalb dieses ausgewiesenen Bereichs gespeichert wurden, immer noch mit persönlichen Daten wie Fotos vermischt und weiter synchronisiert werden.
Der Bericht wies auch darauf hin, dass Apple vor der weit verbreiteten Einführung von Slack um 2019 stark auf iMessage für die Arbeitskommunikation und den Dateiaustausch angewiesen war. Während der Slack-Zugang bei Ausscheiden sofort gesperrt werden konnte, behielten ehemalige Mitarbeiter oft ihre früheren iMessage-Chatprotokolle und Anhänge. Darüber hinaus werden die Geräte von ausscheidenden Führungskräften zwar streng geprüft, die Überprüfungen bei ausscheidenden normalen Mitarbeitern sind jedoch oft weniger gründlich, was das Risiko erhöht, dass Unternehmensdateien auf persönlichen Geräten verbleiben.