Apple plant AI-Integration, um sinkende App-Store-Provisionen auszugleichen
Angesichts sinkender App-Store-Provisionen und regulatorischen Drucks prüft Apple die verstärkte Integration von KI-Anwendungen Dritter als neue Einnahmequelle.
Das Dienstleistungsgeschäft von Apple steht unter wachsendem Druck, da internationale Regulierungen und eine stagnierende Marktlage bei Mobile Games die traditionellen Provisionsmodelle belasten. In einer Telefonkonferenz zu den jüngsten Geschäftszahlen deutete Finanzvorstand Kevan Parekh an, dass das Unternehmen verstärkt auf Drittanbieter-Apps und KI-Lösungen setzen will, um das Wachstum im Dienstleistungssektor zu stützen.
Das bisherige Geschäftsmodell des App Store, das auf der Erhebung von Gebühren für alle Transaktionen beruhte, ist durch zahlreiche Gerichtsentscheidungen weltweit untergraben worden. In Ländern wie den USA, Brasilien und Japan musste Apple alternative Zahlungswege zulassen, was laut Schätzungen zu einem Rückgang der Provisionserlöse um etwa 18 Prozent auf dem US-Markt geführt hat.
Analysten gehen davon aus, dass Apple durch die gezielte Vermittlung von KI-Agenten über den App Store versuchen könnte, die entgangenen Einnahmen zu kompensieren. Während die Zahl der kostenpflichtigen Abonnements weiter zunimmt, bleibt das schwache Gaming-Segment ein Belastungsfaktor.
Für das Dezemberquartal prognostiziert Apple ein Umsatzwachstum im Dienstleistungsbereich von 8 bis 9 Prozent. Die Prognose berücksichtigt Währungseffekte sowie die laufende Umstellung der Einnahmen von klassischen Lizenzmodellen hin zu neuen digitalen Diensten.