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Technologie

Apple ändert EU-Tracking-Abfragen nach Kartellrechtsdruck

Apple erlaubt Entwicklern nach einer deutschen Kartellprüfung die Verwendung eines neuen, weniger aufdringlichen Zustimmungsscreens für Tracking.

18. September 2026
Apple ändert EU-Tracking-Abfragen nach Kartellrechtsdruck
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Apple hat zugestimmt, seine Anforderungen für die App Tracking Transparency (ATT) in fünf EU-Ländern zu ändern. Dies folgt auf eine mehrjährige Untersuchung durch das deutsche Bundeskartellamt. Die Änderungen erlauben Entwicklern, einen neu gestalteten, weniger aufdringlichen Zustimmungsbildschirm anstelle des ursprünglichen Pop-ups zu verwenden.

Die modifizierten Anforderungen sehen vor, dass die Zustimmungsanfrage als Vollbildschirm anstelle eines Pop-ups angezeigt wird. Die Formulierung "track" wurde entfernt und durch einfachere Optionen wie "Zulassen" / "Ablehnen" ersetzt. Entwickler können zudem einen Link einfügen, der ihre Datenerfassungspraktiken erklärt, und Nutzer einmal jährlich erneut befragen.

Diese Anpassungen gelten für Apps, die in Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Rumänien vertrieben werden. Die Einigung reagiert auf Bedenken, dass Apples ATT-Rahmenwerk die eigenen Apps des Unternehmens begünstigte, die ohne ähnliche Zustimmungsaufforderungen auf Nutzerdaten zugreifen können, im Gegensatz zu Drittentwicklern.

Die Änderungen haben erhebliche Auswirkungen auf die App-Umsätze, da Nutzerablehnungen beim Tracking die Werbeeinnahmen für viele Unternehmen reduzieren. Das deutsche Bundeskartellamt leitete seine Untersuchung im Juni 2022 ein und erreichte im August 2026 rechtsverbindliche Zusagen von Apple, die eine siebenjährige unabhängige Überwachung einschließen.

Diese Vereinbarung löst auch ähnliche regulatorische Maßnahmen in Frankreich und Italien und stellt eine breitere Anstrengung dar, um fairere Wettbewerbsbedingungen im digitalen Markt zu schaffen, indem potenzielle wettbewerbswidrige Praktiken großer Technologieunternehmen angegangen werden.

Originalquelle: medianama.com