Apple wegen gefälschter Krypto-Wallet-Apps im App Store verklagt
Drei Nutzer haben Apple in Kalifornien verklagt und behaupten, das Unternehmen habe es versäumt, betrügerische Kryptowährungs-Wallet-Apps im App Store zu verhindern, was zu Verlusten von rund 1,8 Millionen US-Dollar führte.

Apple sieht sich einer Klage von drei Nutzern gegenüber, die insgesamt rund 1,8 Millionen US-Dollar verloren haben, nachdem sie eine gefälschte Bitcoin-Wallet-Anwendung aus dem App Store des Unternehmens heruntergeladen hatten. Die Kläger behaupten, Apple habe Verbraucherschutzgesetze verletzt, indem es die im App Store verfügbaren Anwendungen nicht ausreichend geprüft und überwacht habe.
Die Klage, die bei einem Bundesgericht in Kalifornien eingereicht wurde, wirft Apple vor, den App Store nicht nur als sichere und vertrauenswürdige Plattform beworben, sondern auch seine Aufsichtspflichten vernachlässigt zu haben. Die Nutzer glaubten, die heruntergeladene "Sparrow Wallet"-App sei aufgrund der Zusicherungen von Apple legitim, doch sie erwies sich als betrügerische Anwendung, die darauf abzielte, ihre Bitcoin-Bestände zu stehlen.
Die echte Sparrow Wallet ist nur für Windows, macOS und Linux verfügbar und hat keine iOS-Version. Betrüger erstellten mehrere ähnliche gefälschte Apps im App Store, die Nutzer dazu verleiteten, die Kontrolle über ihre Wallets abzugeben und ihre Vermögenswerte zu stehlen. Laut den Klägern wurden ihre Konten geleert und ihre Krypto-Assets auf von den Betrügern kontrollierte Wallets übertragen.
Die Klageschrift besagt, dass Apple auch nach Meldung der betrügerischen Aktivitäten nicht angemessen reagiert habe. Die gefälschten Sparrow Wallet-Apps sind weiterhin im App Store erhältlich. Der Entwickler von Sparrow Wallet hat sich zuvor frustriert über Apples langsame Reaktion auf gefälschte Anwendungen geäußert.