Apple verklagt OpenAI wegen angeblichen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen
Apple hat eine Klage gegen OpenAI eingereicht und wirft dem KI-Unternehmen vor, Geschäftsgeheimnisse im Zusammenhang mit seinen Hardware-Herstellungsprozessen und der Produktentwicklung gestohlen zu haben.

Apple Inc. hat öffentlich Klage gegen OpenAI eingereicht und wirft dem Unternehmen für künstliche Intelligenz vor, vertrauliche Informationen und Geschäftsgeheimnisse gestohlen zu haben, die für seine Hardware-Herstellung und Produktentwicklung von entscheidender Bedeutung sind. Der Technologiegigant aus Cupertino, bekannt für seine extreme Geheimhaltung, legte seine Vorwürfe am 10. Juli im Northern District of California in einer 41-seitigen bei einem Bundesgericht eingereichten Klageschrift dar.
Die Klage konzentriert sich auf die Behauptung, dass ehemalige Apple-Mitarbeiter, die jetzt bei OpenAI arbeiten, unrechtmäßig proprietäre Apple-Daten vor oder nach ihrem Ausscheiden heruntergeladen haben. Insbesondere hebt Apple einen ehemaligen Senior System Electrical Engineer hervor, der angeblich nach seinem Weggang auf Dutzende vertrauliche Dateien mit Informationen zur Hardware-Entwicklung zugegriffen und diese heruntergeladen hat. Ein weiterer ehemaliger leitender Angestellter, der nun eine leitende Position im Hardwarebereich bei OpenAI innehat, wird beschuldigt, interne Apple-Codenamen in Vorstellungsgesprächen verwendet zu haben, um sich nach dem Status unveröffentlichter Projekte zu erkundigen.
Laut der Klageschrift hatte Apple seine Bedenken bereits im Februar privat gegenüber OpenAI geäußert und Informationen über Schutzmaßnahmen gegen den Missbrauch von Geschäftsgeheimnissen angefordert. Das Unternehmen behauptet, OpenAI habe auf diese Anfragen nicht reagiert. Die rechtliche Maßnahme unterstreicht Apples Besorgnis über entscheidendes operatives Wissen, einschließlich Lieferantenbeziehungen, Herstellungsprozesse, kundenspezifische Werkzeuge, Oberflächenveredelungstechniken und Systemintegrationskenntnisse, das es als Kernstück seiner Produktionskapazitäten betrachtet.
Apples Einreichung deutet darauf hin, dass das Unternehmen befürchtet, OpenAI versuche, seine jahrzehntelange aufgebaute Fertigungsexpertise zu erwerben, was Apple als entscheidenden Wettbewerbsvorteil betrachtet, der nicht allein durch die Anstellung ehemaliger Mitarbeiter oder den Erwerb von Start-ups repliziert werden kann. Die Klage zielt darauf ab, die komplexen operativen Mechanismen zu schützen, die es Apple ermöglichen, jährlich über 100 Millionen Geräte zu produzieren, und argumentiert, dass dieses Know-how sein wertvollstes Gut ist.