Apple verklagt OpenAI wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen durch Anwerbung
Apple hat OpenAI verklagt und behauptet, das Unternehmen habe Geschäftsgeheimnisse durch ein Anwerbungsmuster gestohlen. Über 400 ehemalige Apple-Mitarbeiter arbeiten nun für OpenAI.

Apple hat am 10. Juli 2026 Klage gegen OpenAI eingereicht und wirft dem KI-Unternehmen vor, Geschäftsgeheimnisse gestohlen zu haben. Die Klageschrift behauptet, OpenAI habe systematisch seine Einstellungspraktiken als Mechanismus zur Beschaffung vertraulicher Informationen von Apple genutzt und sei damit über den üblichen Talentwettbewerb hinausgegangen.
Die Klage beschreibt spezifische Rekrutierungsmethoden, die angeblich von OpenAI angewendet wurden. Laut Apple wies der Leiter der Hardwareabteilung von OpenAI, der ehemalige Apple-Vizepräsident Tang Tan, Bewerber an, tatsächliche Apple-Komponenten zu ihren Vorstellungsgesprächen mitzubringen. In der Klageschrift werden diese als „Show and Tell“-Sitzungen bezeichnet, bei denen Bewerber Berichten zufolge kurz vor ihren Vorstellungsgesprächen Dateien im Zusammenhang mit vertraulichen Apple-Projekten screenshotten und heruntergeladen haben.
Apple argumentiert, dass die Abwanderung von über 400 ehemaligen Mitarbeitern zu OpenAI keine gewöhnliche Konkurrenz darstellt, sondern eine bewusste Kampagne zur Nachahmung von Apples Hardware-Expertise. Das Unternehmen behauptet, OpenAI habe versucht, Apples Fähigkeiten zu imitieren, indem es Apples eigene vertrauliche Strategiepapiere und -strategien nutzte.
Dieser Fall verdeutlicht die Spannung, mit der Unternehmen konfrontiert sind, wenn sie Mitarbeiter von etablierten Konkurrenten einstellen. Obwohl Apple und OpenAI wichtige Akteure sind, treten ähnliche Dynamiken in kleinerem Maßstab auch bei Unternehmen auf, die erfahrene Talente von größeren Konkurrenten abwerben. Apple betont, dass der Schutz vertraulicher Informationen, einschließlich Lieferkettenstrategien und Lieferantenbeziehungen, entscheidend ist und nicht nur Produktdesigns.