Applied Computing stellt KI-Modell für die Energiewirtschaft vor
Das britische Unternehmen Applied Computing hat mit Orbital 2.0 eine Software veröffentlicht, die physikalische Zusammenhänge in Industrieanlagen simuliert.
Auf der ADIPEC-Messe in Abu Dhabi hat Applied Computing die neue Version seiner KI-Plattform Orbital vorgestellt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Systemen, die auf Mustererkennung basieren, nutzt die neue Architektur ein physikalisches Modell, um Ursache-Wirkungs-Beziehungen in Industrieanlagen zu verstehen. Dies erlaubt es Betreibern, die Auswirkungen technischer Entscheidungen auf den gesamten Produktionsprozess in Echtzeit zu simulieren.
Das System bietet eine isolierte Umgebung für jeden Kunden, sodass keine Daten die internen Server des Anwenders verlassen. Eine zentrale Neuerung ist die verbesserte Anpassbarkeit: Ingenieure können ohne externe Unterstützung eigene Dashboards erstellen und Arbeitsabläufe automatisieren. Dies reduziert den Zeitaufwand für die Inbetriebnahme neuer Projekte erheblich.
Das Unternehmen, das im Juli 2026 eine Finanzierungsrunde über 20 Millionen Dollar abschloss, ist bereits in großen petrochemischen Anlagen im Einsatz. Durch die iterative Lernfähigkeit der Software soll das System kontinuierlich präziser werden, ohne dass manuelle Anpassungen durch das Entwicklungsteam erforderlich sind.