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Technologie

Architekten entwickeln eigene KI-Werkzeuge zur Datennutzung

Architekturbüros entwickeln aktiv eigene KI-Lösungen, um interne Daten zu nutzen, da große KI-Labore sich nicht mit branchenspezifischen Herausforderungen befassen.

24. August 2026
Architekten entwickeln eigene KI-Werkzeuge zur Datennutzung

Die Architekturbranche entwickelt zunehmend eigene KI-Werkzeuge, um proprietäre Daten zu nutzen. Diese Aufgabe wird weitgehend den Büros selbst überlassen, da große KI-Labore sich noch nicht auf diese komplexen Herausforderungen konzentriert haben. Im Gegensatz zu leicht verfügbaren Online-Daten, die für KI-Modelle für Code oder Text verwendet werden, befinden sich Architekturdarben innerhalb der Server und Archive einzelner Büros, einschließlich digitaler Zeichnungen, 3D-Modelle und Skizzen.

Da große KI-Entwickler diesen Nischenbereich nicht erschließen, ergreifen Architekturbüros die Initiative. Viele stellen Datenwissenschaftler und Machine-Learning-Spezialisten ein, veranstalten interne KI-Ideenwettbewerbe und entwickeln benutzerdefinierte Plugins. Einige entwickeln sogar spezialisierte große Sprachmodelle, die darauf zugeschnitten sind, Gebäudeformen und Grundrisse zu generieren, die ihren spezifischen Designstilen entsprechen.

Unternehmen wie HWKN und Spectorgroup stehen an der Spitze dieser KI-Adoption. HWKN nutzt KI für Aufgaben, die von der Zonierungsanalyse über die Konzeptentwicklung bis hin zur Sicherstellung der Einhaltung von Bauvorschriften reichen. Spectorgroup hat eigene Software-Erweiterungen entwickelt, um zeitaufwändige Aspekte des Designprozesses zu automatisieren, wie z. B. die Berechnung von Test-Fit-Daten für Büro-Layouts.

Matthias Hollwich, Mitbegründer von HWKN, betont die transformative Wirkung von KI: „Derzeit versuchen die meisten Architekten, KI zur Optimierung des Prozesses oder zur Intensivierung ihrer Entwürfe zu nutzen. Was wir nach diesen Experimenten getan haben, ist fast einen Schritt zurückzutreten und zu sagen: Nein, das ist tatsächlich größer, als nur diese Werkzeuge zu verwenden, um einen besseren Weg zu finden, Gebäude zu entwerfen.“ Sein Unternehmen gewann kürzlich ein Projekt in Amsterdam durch den Einsatz von KI zur Analyse potenzieller Mieter.

Faizan Zaidi, Direktor für Desigentechnologie bei Spectorgroup, hebt den latenten Wert hervor: „Jeder sitzt auf seiner kleinen Goldmine mit all diesen Daten vergangener Projekte. Die Frage ist nur, welche Unternehmen bereit sind, die Werkzeuge darauf aufzubauen.“

Originalquelle: fastcompany.com