ARD-Doku: Wie sicher ist unser Stromnetz bei Angriffen?
Die neue ARD-Dokumentation "Blackout – Wie sicher ist unser Stromnetz?" beleuchtet die Risiken und Schwachstellen eines großflächigen Stromausfalls. Sie thematisiert auch den Blackout in Berlin im Januar 2026, der durch Brandstiftung verursacht wurde.

Die ARD-Dokumentation "ARD Story: Blackout – Wie sicher ist unser Stromnetz?" untersucht die Anfälligkeit des deutschen Stromnetzes für Angriffe und Katastrophenfälle. Der Film begleitet Marko Rösseler bei der Recherche zu den möglichen Folgen eines großflächigen Stromausfalls für Haushalte, Wirtschaft und kritische Infrastrukturen.
Ein zentraler Punkt der Dokumentation ist ein Vorfall im sülichen Berlin im Januar 2026, bei dem ein Brandanschlag auf das Stromnetz 45.000 Haushalte für mehrere Tage ohne Strom ließ. Ein derart langanhaltender Blackout hatte Berlin seit Kriegsende nicht mehr erlebt. Während der Ausfälle herrschten Minustemperaturen, viele Bewohner mussten in Notunterkünften untergebracht werden. Auch der öffentliche Nahverkehr und Kommunikationsnetze waren betroffen und brachen teilweise zusammen.
Die Doku hebt die Komplexität und die Schwachstellen des deutschen Stromnetzes hervor. Dieses besteht aus rund 38.000 Kilometern Hochspannungsleitungen und über einer Million Kilometern weiterer Leitungen. Ein umfassender Schutz dieses Netzes rund um die Uhr vor potenziellen Angriffen sei nicht leistbar, heißt es in dem Beitrag.
Als Lösung wird die Erhöhung von Redundanzen im Netz genannt, damit bei einem Ausfall alternative Systeme übernehmen können. Die Dokumentation beleuchtet auch die weitreichenden gesellschaftlichen Auswirkungen eines Blackouts. Dazu gehören der Ausfall von Geldautomaten, Ampeln und Aufzügen. Kritische Kühlketten im Handel und Gesundheitswesen wären gefährdet, und selbst automatisierte landwirtschaftliche Prozesse könnten gestört werden. Besondere Sorge bereitet die Situation in Krankenhäusern, deren lebenswichtige Funktionen von einer zuverlässigen Stromversorgung abhängen.
Die "ARD Story" von Marko Rösseler (WDR) zielt darauf ab, die tatsächliche Sicherheit des deutschen Stromnetzes zu bewerten und Erörterungen über die Prävention künftiger Angriffe, den Schutz von Bürgern und Wirtschaft sowie die Aufrechterhaltung des öffentlichen Vertrauens in Staat und Institutionen anzustellen.