Ars Technica: Trump-Redenschreiber-Assistent setzte fast 100.000 $ auf Redeinhalte
Ein Assistent, der Donald Trumps Reden vorbereitete, soll durch Wetten auf den Inhalt der Reden auf einem Prognosemarkt fast 100.000 Dollar verdient haben, berichtet Ars Technica.

Ein Mitarbeiter, der an der Vorbereitung der Reden des ehemaligen Präsidenten Donald Trump beteiligt war, hat auf der Prognosemarktplattform Kalshi fast 100.000 US-Dollar durch Wetten auf den Inhalt der Reden verdient, wie Ars Technica berichtet. Der Bericht deutet darauf hin, dass die Person über 70 verschiedene Verträge bzw. Vorhersagen über Trumps Äußerungen abgeschlossen hat.
Kalshi fungiert als regulierter Prognosemarkt, auf dem Nutzer durch den Handel mit Verträgen, die auf realen Ereignissen basieren, „die Zukunft vorhersagen“ können. Das Unternehmen hat die Bundesaufsicht durch die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) angestrebt und positioniert seine Aktivitäten eher als Rohstoff-Termingeschäfte denn als Glücksspiel. Dieses Vorgehen hat zu rechtlichen Auseinandersetzungen mit Bundesstaaten geführt, die versuchen, solche Märkte unter Glücksspielgesetzen zu regulieren.
Der Fall wirft Bedenken hinsichtlich des potenziellen Missbrauchs nicht-öffentlicher Informationen auf Prognosemärkten auf, selbst bei solchen unter behördlicher Aufsicht. Der Bericht legt nahe, dass Insiderwissen über diese Plattformen möglicherweise zu finanziellem Vorteil genutzt werden könnte.
Ars Technica verwies auf einen früheren Fall, in dem ein US-Soldat im April verhaftet wurde, weil er angeblich erhebliche Gewinne auf der Prognoseseite Polymarket erzielte, basierend auf Insiderinformationen, die sich auf seine eigenen Arbeitsaufgaben bezogen.