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Kunsthistorischer Kongress untersucht Bildwirkung auf Wissensbildung

Die Ludwig-Maximilians-Universität München richtet vom 25. bis 28. Februar den Deutschen Kongress für Kunstgeschichte aus, der die Wissensaneignung im Zeitalter digitaler Bilderflut thematisiert.

26. Juli 2026
Kunsthistorischer Kongress untersucht Bildwirkung auf Wissensbildung

Vom 25. bis 28. Februar findet an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München der 38. Deutsche Kongress für Kunstgeschichte statt. Das zentrale Thema des Kongresses lautet „Wissen“ und befasst sich mit der visuellen Welterfassung in ihrer historischen und gegenwärtigen Ausprägung.

Der Kongress untersucht, welche Rolle Bilder bei der Wissensaneignung und -verbreitung im digitalen Zeitalter spielen, in dem Bilder über soziale Medien und Smartphones allgegenwärtig sind. Professor Ulrich Pfisterer, Direktor des Zentralinstituts für Kunstgeschichte und Professor für Allgemeine Kunstgeschichte an der LMU, betont, dass Bilder in der heutigen Gesellschaft eine zunehmend dominante Rolle bei der Wissensvermittlung einnehmen und teilweise die Bedeutung des geschriebenen Wortes übertreffen.

Pfisterer weist auf die Herausforderungen hin, die sich aus der schieren Menge und der Geschwindigkeit der Bilderzeugung im Internet ergeben. Künstler sehen sich einem intensiven globalen Wettbewerb ausgesetzt, was die Schaffung neuer und origineller Werke erschwert. Er thematisiert auch technologische Entwicklungen wie KI-generierte Bilder, die Fragen nach Authentizität und Verlässlichkeit visueller Medien aufwerfen.

Es sei entscheidend zu erkennen, dass visuell vermitteltes Wissen kulturell bedingt ist und in unterschiedlichen Kontexten variieren kann. Pfisterer unterstreicht die Notwendigkeit für Kunsthistoriker, diese kulturellen Bedingtheiten zu analysieren, um die wahre Bedeutung von Bildern zu erfassen. Der Kongress dient als Forum für tiefgehende Diskussionen über diese komplexen Aspekte der Kunstgeschichte und visuellen Wahrnehmung.

Originalquelle: lmu.de