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Wissenschaft

Ólafur Elíasson inszeniert Regenbogen im Dresdner Zwinger

Künstler Ólafur Elíasson hat eine Lichtinstallation für den Mathematisch-Physikalischen Salon der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden geschaffen. Der zwei Meter breite, kreisrunde Regenbogen erhellt den dunkelsten Raum des Museums.

18. Oktober 2026
Ólafur Elíasson inszeniert Regenbogen im Dresdner Zwinger

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) haben ein neues, prominentes Werk erhalten: eine zwei Meter breite Lichtinstallation in Form eines Regenbogens des Künstlers Ólafur Elíasson. Das Kunstwerk wurde im Mathematisch-Physikalischen Salon platziert, einem Teil der SKD, und zwar im sogenannten "dunkelsten Raum des Museums", dem Globensaal.

Elíasson ist bekannt für seine Fähigkeit, mit optischen Elementen eindrucksvolle Werke zu schaffen. Der stellvertretende Direktor des Salons, Michael Korey, erklärte, dass Elíasson mit seinen Arbeiten "hinterfragt, wie das Sehen funktioniert". Durch den Einsatz von Prismen, Linsen und Spiegeln erzeugt er "fantastische Werke, die uns erlauben, uns selbst sehend zu sehen". Die Installation erzeugt ein Farbspektrum von Violett bis Rot, indem Licht einer Vollspektrum-LED auf einen prismatischen Glasring fällt.

Das Werk visualisiert ein Phänomen, das in der Natur nur unvollständig sichtbar ist. Laut SKD sind Regenbögen physikalisch immer Kreise, jedoch ist nur ein Teil davon aufgrund des Horizonts sichtbar. Elíasson, geboren 1967 in Kopenhagen, ist international bekannt für seine großflächigen Installationen, darunter seine "künstliche Sonne" in der Tate Modern in London.

Der Ankauf in Dresden wurde durch die Freunde der Staatlichen Kunstsammlungen ermöglicht. Elíassons künstlerische Auseinandersetzung konzentriert sich oft auf physikalische Phänomene der Natur wie Licht und Wasser, und seine Installationen laden zu einer neuen Betrachtung dieser Elemente ein.

Originalquelle: mdr.de