Wachstumsprognose für ASEAN+3 angehoben aufgrund stärkerer KI-Nachfrage
AMRO hat seine Wachstumsprognose für die ASEAN+3-Region für 2026 auf 4,1 Prozent angehoben, angetrieben durch eine starke Nachfrage im Technologiesektor, insbesondere nach KI-bezogenen Produkten.

SINGAPUR – AMRO, eine internationale Organisation zur Förderung der makroökonomischen Widerstandsfähigkeit und finanziellen Stabilität in der ASEAN+3-Region, hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum der Region für 2026 auf 4,1 Prozent angehoben. Dies stellt eine leichte Aufwärtskorrektur gegenüber der vorherigen Prognose dar. Für 2027 wird eine leichte Abschwächung auf 4,0 Prozent erwartet.
Die angehobene Prognose wird auf die anhaltende Dynamik im Technologiesektor der Region zurückgeführt, insbesondere auf die starke Nachfrage nach Halbleitern und anderen KI-bezogenen Produkten. Ein günstigerer globaler Ausblick für Rohstoffpreise trägt ebenfalls zur revidierten Prognose bei. Das Wachstum dürfte weiterhin durch robuste Konsumausgaben der privaten Haushalte, widerstandsfähige Investitionen und eine starke Elektronikexport gestützt werden.
AMROs Chefökonom Dong He betonte die Widerstandsfähigkeit der Region und verwies auf die starke Binnennachfrage sowie ihre zentrale Rolle in globalen KI-Lieferketten. Er warnte jedoch davor, dass geopolitische Risiken, wie potenzielle Eskalationen im Nahen Osten, in Verbindung mit erhöhten Energie- und Produktionskosten weiterhin Risiken für Inflation und industrielle Aktivität darstellen.
Obwohl die Gesamtinflation voraussichtlich moderat ausfallen wird, betonte AMRO, dass die allgemeine Prognose weiterhin erheblichen Unsicherheiten unterliegt. Eine deutliche Verlangsamung der globalen Technologieinvestitionen, insbesondere im Zusammenhang mit KI, könnte das regionale Wachstum merklich beeinträchtigen, was die Notwendigkeit fortgesetzter Wachsamkeit und flexibler makroökonomischer Politiken unterstreicht.