Abwasserüberwachung in Asien: Aktueller Stand und zukünftige Richtungen
Die Duke-NUS Medical School hat eine Studie zur Abwasserüberwachung in Asien veröffentlicht. Die Skalierung von Überwachungssystemen und die Sicherung der Finanzierung sind zentrale Herausforderungen.

Die Duke-NUS Medical School in Singapur hat eine Studie veröffentlicht, die den aktuellen Stand und die zukünftigen Richtungen der Abwasserüberwachung in Asien bewertet. Die Forschung, die im International Journal of Environmental Health Research veröffentlicht wurde, hebt das Potenzial der Abwasserüberwachung für die Früherkennung von Krankheitserregern hervor, insbesondere in Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte und herausfordernden Gesundheitssystemen.
Asien ist einem erheblichen Ausbruchsrisiko ausgesetzt, was die Abwasserüberwachung aufgrund ihrer geringen Kosten und ihres nicht-invasiven Charakters zu einem wertvollen Instrument macht. Sie kann frühe Signale von Krankheitserregern, das Auftreten neuer Varianten und die Intensität der Übertragung liefern. Während der COVID-19-Pandemie zeigte die Abwasserüberwachung ihre Fähigkeit, Varianten bis zu einer Woche vor klinischen Daten zu erkennen.
Die Studie analysierte 19 asiatische Länder und stellte eine rasche Verbreitung der Abwasserüberwachung fest, mit 89 Projekten, die von 45 Institutionen geleitet werden. Nur 20 % dieser Initiativen sind jedoch in routinemäßige nationale Überwachungssysteme integriert, und die meisten bleiben forschungsorientiert und konzentrieren sich auf einzelne Krankheitserreger.
Laut der Studie sind klare Anwendungsfälle für die öffentliche Gesundheit, standardisierte Protokolle, eine nachhaltige inländische Finanzierung und eine breitere sektorübergreifende Zusammenarbeit erforderlich, damit die Abwasserüberwachung effektiv für Entscheidungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit genutzt werden kann. Darüber hinaus sollten Fortschritte in der Genomik genutzt werden, um eine breitere Überwachung zu ermöglichen, die mehrere Krankheitserreger gleichzeitig identifizieren kann. Die Initiative zielt darauf ab, die systematischere Abwasserüberwachung in Zusammenarbeit mit nationalen Interessengruppen weiter zu fördern.