Aspire Space will SpaceX mit neuem wiederverwendbarem Raketendesign herausfordern
Aspire Space Technologies entwickelt die Oryx-Rakete unter Nutzung von Ingenieurwissen aus der Sowjetära und KI. Das Unternehmen zielt darauf ab, kostengünstige Startdienste anzubieten und auf dem kommerziellen Startmarkt zu konkurrieren.

Das in Abu Dhabi ansässige Unternehmen Aspire Space Technologies hat die Entwicklung einer vollständig wiederverwendbaren Orbitalrakete namens Oryx angekündigt, mit dem Ziel, die Dominanz von SpaceX auf dem kommerziellen Raketenstartmarkt herauszufordern. Das Vorhaben kombiniert die Expertise von Ingenieuren des ehemaligen sowjetischen Raumfahrtprogramms mit fortschrittlicher KI-Software und großformatiger additiver Metallfertigung.
Laut CEO Stan Rudenko dauerte die Entwicklung eines funktionsfähigen Triebwerks für Oryx etwa sechs Monate – ein Prozess, der laut seiner Aussage traditionell bis zu sieben Jahre gedauert und eine halbe Milliarde Dollar gekostet hätte. Ziel des Unternehmens ist es, eine wirtschaftlichere Lösung für Satellitenstarts anzubieten.
Eine Schlüsselinnovation ist der geplante Einsatz des Aerospike-Triebwerks von Oryx, ein Design, das – im Gegensatz zu herkömmlichen Raketentriebwerken – einen effizienten Betrieb in allen Höhen ermöglicht. Aspire Space ist davon überzeugt, dass diese Technologie, gepaart mit schnellen Wiederverwendungsfähigkeiten, die Kosten pro Kilogramm Startmasse erheblich senken kann.
Der aktuelle Markt ist durch lange Vorlaufzeiten für Starttermine gekennzeichnet, wobei große Anbieter wie SpaceX und Blue Origin oft ihre eigenen Satellitenkonstellationen priorisieren. Aspire Space zielt darauf ab, die wachsende Nachfrage und den Stau zu bewältigen, indem es schnellere und häufigere Startdienste anbietet. Das Unternehmen plant einen umfassenden Triebwerkstest bis Ende 2026, mit einem Ziel für den ersten Flug im Jahr 2031.