Steigende Infrastrukturkosten belasten Margen von Vermögensverwaltern
Laut PwC sank die Profitabilität pro verwaltetem Vermögen seit 2018 um 19 Prozent. Veraltete IT-Systeme und hohe Betriebskosten zwingen die Branche zur strategischen Neuausrichtung.

Vermögensverwalter stehen unter zunehmendem Margendruck, da die Kosten für die technologische Infrastruktur kontinuierlich steigen. PwC berichtet, dass der Gewinn pro verwaltetem Vermögen seit 2018 um 19 Prozent zurückgegangen ist; bis 2030 wird ein weiterer Rückgang um 9,1 Prozent prognostiziert.
Ein zentrales Problem bei der Skalierung von Technologien wie KI ist die Fragmentierung von Datenbeständen sowie die Abhängigkeit von veralteten Systemen. Weltweit nennen 24 Prozent der befragten Unternehmen diese Faktoren als Hauptbarrieren für die digitale Transformation. In Nordamerika ist das Fehlen einheitlicher Datenpipelines für 26 Prozent der Firmen das größte Hindernis.
Roland Kastoun, Global Advisory Leader für Asset und Wealth Management bei PwC, betonte, dass der langfristige Erfolg weniger von spektakulären KI-Anwendungen abhänge, sondern von der grundlegenden Sanierung der internen Infrastruktur. Der Wettbewerbsdruck verschärft sich zudem, da 68 Prozent der Infrastrukturdienstleister hyperskalierbare Cloud-Anbieter als größte neue Konkurrenten einstufen.
Um die Profitabilität zu schützen, setzen immer mehr Firmen auf hybride Sourcing-Modelle, die eigene Kapazitäten mit externen Lösungen kombinieren. Die Analyse empfiehlt Vermögensverwaltern, strategisch zu entscheiden, welche technologischen Fähigkeiten intern aufgebaut werden müssen und welche besser von spezialisierten Partnern übernommen werden sollten.